Es war Ende Oktober, als sich die Real-Akteure in den Armen lagen. Sie hatten soeben Barça im Spitzenkampf daheim 2:1 gebodigt und in der Tabelle ein 5-Punkte-Polster herausgespielt.
Die Niederlage im Clasico war für die Katalanen ein Weckruf. Was folgte, war ein Steigerungslauf – mit der Krönung ausgerechnet im Heim-Clasico: Bis Anfang Mai bejubelte das Team von Trainer Hansi Flick in der Meisterschaft in 25 Spielen 23 Siege. In dieser Zeit erzielten Lamine Yamal und Co. 64 Treffer, was einer Quote von 2,56 Toren pro Spiel entspricht.
Die Schlüsselspieler bei Barcelonas 29. Meistertitel
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Bild 1 von 5. Lamine Yamal. Der rechte Flügelspieler ist Dreh- und Angelpunkt im katalanischen Angriff und ein steter Gefahrenherd. Obwohl er erst 18-jährig ist, hat Lamine Yamal in Katalonien bereits Legendenstatus erreicht. Bildquelle: EPA/Enric Fontcuberta.
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Bild 2 von 5. Pedri. Der 23-Jährige organisiert Tempo und Räume, verbindet Defensive und Offensive und ist jener Spieler, der Flicks Kombinationsfussball im Zentrum überhaupt erst möglich macht. Bildquelle: IMAGO / NurPhoto.
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Bild 3 von 5. Joan Garcia. Der Goalie, auf diese Saison hin von Stadtrivale Espanyol gekommen, entschärft die grösste Schwachstelle der Vorsaison: die riskante Defensive bei gleichzeitig verwundbarem Tor. Bildquelle: IMAGO / Pressinphoto.
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Bild 4 von 5. Ferran Torres. Der Stürmer ist in der Offensive eine Schlüsselfigur. Er lässt die verletzungsbedingten Ausfälle von Robert Lewandowski und Raphinha vergessen. Bildquelle: IMAGO / ZUMA Press Wire.
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Bild 5 von 5. Frenkie De Jong. Aggressiv im Pressing, verlässlich im Aufbau, linienbrechend im Vorwärtsspiel – Frenkie De Jong ist im Barça-Mittelfeld nicht wegzudenken. Bildquelle: IMAGO / Sergio Ros.
Kaum Fehltritte
Die Statistik zeigt, dass die Flick-Taktik in LaLiga auch in seinem 2. Jahr als Trainer perfekt aufgegangen ist. Die hochstehende Viererkette, das aggressive Gegenpressing und die Ausnahmekönner im Sturm – alles zu mächtig für die Konkurrenz.
Das Meisterstück war einmal mehr die beeindruckende Konstanz, die «Blaugrana» an den Tag legte. Während die Titelanwärter aus Madrid, Real und Atletico, immer wieder patzten, vermochte Barça sein Ding mit fast schon unheimlicher Abgebrühtheit durchzuziehen.