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Nach 42 Minuten platzte der EM-Traum von Alex Frei und der Schweiz
Aus Sport-Clip vom 07.06.2020.
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«Blick zurück»: 7. Juni 2008 Mit Freis Verletzung nahm das Unheil seinen Lauf

Mit grossen Erwartungen startete die Nati am 7. Juni 2008 zur Heim-EURO. Doch die Kuhn-Truppe kassierte früh einen herben Dämpfer.

Die Schweizer Nati hatte 2008 Grosses vor. Als Co-Gastgeber mit Österreich trat man ambitioniert zur Heim-EURO an. Dem scheidenden Trainer Köbi Kuhn wollten die Spieler ein gebührendes Abschiedsgeschenk in Form einer Viertelfinal-Qualifikation machen.

Doch es kam bekanntlich anders: Die ersten beiden Spiele gingen verloren, und die Nati war schon vor dem letzten Gruppenspiel ausgeschieden.

Alex Frei liegt mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden
Legende: Frei mit Schmerzen – und eine Nation litt mit Für Alex Frei war die EURO nach einer Halbzeit beendet. Keystone

Ein verhängnisvolles Foul

Das Schweizer Unheil hatte am 7. Juni in Basel im Eröffnungsspiel gegen Tschechien seinen Lauf genommen – und zwar noch vor der Pause und bevor überhaupt ein Tor gefallen war.

Im Mittelfeld wurde Alex Frei in der 42. Minute von Zdenek Grygera gefoult. Nicht böse, aber unglücklich. Der Schweizer Stürmer blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen – und musste unter Tränen (und mit einem Innenbandriss, wie sich später herausstellte) den Platz verlassen. Für ihn war die EURO beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.

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Das unglückliche Foul: Alex Frei verletzt sich
Aus Sport-Clip vom 24.05.2016.
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BVB-Stürmer und Nati-Rekordtorschütze

Mit Frei fiel kein x-beliebiger Spieler aus. Der Basler war Captain der Mannschaft und der offensive Hoffnungsträger. In den letzten 3 Saisonspielen mit Borussia Dortmund hatte er 4 Tore erzielt. Und seit seinem Doppelpack im EURO-Vorbereitungsspiel gegen Luxemburg (3:0) Ende Mai war Frei neuer Nati-Rekordtorschütze (damals 35, später 42 Tore).

Ein Schuss, ein Treffer

Der Ausfall von Frei, der vor der Pause für alle gefährlichen Schweizer Aktionen verantwortlich gewesen war, schien die Nati nach dem Wechsel nicht unbedingt zu lähmen. Sie blieb die bessere Mannschaft.

Doch in der 71. Minute leistete sich die Schweiz einen verhängnisvollen Abwehrschnitzer, den Vaclav Sverkos zum 1:0 nutzte. Es war der 1. Torschuss Tschechiens in diesem Spiel.

Die Schweiz kam dem Ausgleich in der Schlussphase mehrmals nahe – Johan Vonlanthen traf nur die Latte. Doch am Ende blieb ein 0:1, ein verletzter Captain – und 4 Tage später war die EURO für den Co-Gastgeber gelaufen.

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