Zum Inhalt springen

Nationalmannschaft Geduldige Schweiz feiert wichtigen Sieg

Die Schweizer Nati hat in der EM-Qualifikation einen verdienten 4:0-Heimsieg gegen Litauen gefeiert. Die Equipe von Vladimir Petkovic musste sich im Regen von St. Gallen lange gedulden, ehe sie sich für eine starke Leistung belohnte.

Die Schweizer Nati übernahm gegen Litauen von Beginn weg das Spieldiktat. Und in der Folge erspielte sie sich gegen die Nummer 92 der Welt Chance um Chance. Doch die Schweizer fanden ihren Meister immer wieder in Giedrius Arlauskis. So scheiterten der auffällige Haris Seferovic, Blerim Dzemaili oder Xherdan Shaqiri mehrmals am litauischen Keeper. Oder es fehlte der Nati das nötige Glück, etwa beim Pfostenschuss von Admir Mehmedi in der 56. Minute.

Legende: Video «Der Schweizer Doppelschlag gegen Litauen» abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Vom 15.11.2014.

Doppelschlag zur Entscheidung

Nach 66 Minuten konnten die Gastgeber den Goalie von Steaua Bukarest doch zum ersten Mal bezwingen. Nach einem Corner von Shaqiri faustete Arlauskis den Ball unglücklich ins eigene Tor. Keine zwei Minuten später machte das Team von Vladimir Petkovic alles klar. Nach einem weiteren Eckball lancierte Valon Behrami Fabian Schär und der FCB-Innenverteidiger traf via Innenpfosten zum 2:0.

Ab da war die Blockade endgültig gelöst, vergessen schienen die zahlreichen ausgelassenen Topchancen. In der 80. Minute traf Shaqiri nach Vorarbeit des eingewechselten Josip Drmic per Kopf zum 3:0. Und kurz vor Schluss doppelte der Bayern-Söldner mit einem wunderbaren Hackentrick nach - wiederum war er von Drmic lanciert worden.

Debüt von Moubandje und Schönbächler

Dieses Kabinettstückchen setzte den Schlusspunkt unter einen aus Schweizer Sicht gelungenen Abend. Trotz mehrerer verletzter Leistungsträger wurde die Schweiz ihrer Favoritenrolle gerecht. Und sie integrierte erfolgreich zwei Debütanten. Toulouses François Moubandje war nach dem Ausfall von Linksverteidiger Ricardo Rodriguez in die Startelf gerückt, FCZ-Mittelfeldspieler Marco Schönbächler wurde nach 83 Minuten eingewechselt.

Nun ein Test gegen Polen

Mit dem zweiten Sieg im vierten Qualifikationsspiel korrigierte die Nati den Fehlstart mit den zwei Start-Niederlagen gegen England und Slowenien zumindest teilweise. In der Gruppe E schlossen sie punktemässig zu den Slowenen sowie den Litauern auf, Leader bleibt unangefochten England.

Für die Schweiz geht die EM-Qualifikation erst am 27. März 2015 weiter, wenn sie Estland empfängt. Vor dem Ende des Nationalmannschaftsjahres duelliert sich die Petkovic-Equipe am Dienstag in Breslau mit den formstarken Polen in einem Freundschaftsspiel.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.11.14, 20:00 Uhr

29 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Die mangelnde Chancenauswertung ist nicht so schön, da ist sicher noch Potenzial nach Oben - Aber egal, hauptsache die Punkte sind da. Gut gemacht Jungs - weiter so....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Lorengo, Basel
    Zu dem tollen 4:0 Sieg gratuliere ich der Nati ganz herzlich. Allerdings melde ich mich hier aus einem anderen Grund. Ich möchte die Verantwortlichen des Teletextes darauf aufmerksam machen, dass die Schweiz infolge dem besseren Torverhältnis auf Platz "2" und nicht auf dem 3. Platz ist!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marc Wicki, Basel
      Stimmt nicht ganz. Es wird wie folgt bewertet: Punkte > Direktbegegnung > Torverhältnis. Demnach stimmt die Platzierung auf Rang 3 :)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Denise Lorengo, Basel
      Und weshalb wird die Schweiz dann selbst auf der Homepage der Fifa auf Platz 2 aufgeführt?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Fabio Del Bianco, Spiez
      Wiederhole mich: Punkte >Direktbegnung>Torverhältnis; JA stimmt, ABER erst NACH Abschluss ALLER Qualifikationsspiele. So gesehen stimmt Platz 2, meiner Meinung nach, und die der FIFA und/oder UEFA.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dominique Schurtenberger, Bern
    Schöne Leistung, bravo! Habe mich auch für Drmic gefreut, der zuletzt ja arg kritisiert wurde. Was mir am meisten gefällt, ist die Tatsache, dass die Nati unter Petkovic konsequent offensiv aufgestellt wird (4-3-3). Das hat Petko u.a. bereits als YB-Trainer so gemacht (in Zeiten, als YB noch attraktiven Fussball zeigte). Es ist sicher richtig, dass erhöhte offensive Potential der Nati auszunutzen zu versuchen. Wenn dies mal läuft, dann sehen wir vielleicht mehr Spiele wie gestern. Weiter so!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen