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Möglicher Nati-Gegner an WM Freuler hofft auf Wiedersehen mit Italien: «Es wäre sehr wichtig»

Remo Freulers Fokus liegt auf den anstehenden Nati-Testspielen. Doch der Bologna-Legionär schielt auch nach Italien.

Mit Ausnahme eines einjährigen Intermezzos in der Premier League bei Nottingham lebt und spielt Remo Freuler seit seinem Abschied aus Luzern vor 10 Jahren in Italien. Bis 2022 hinterliess der Mittelfeldmotor bei Atalanta Bergamo seine Fussstapfen, seit 2023 ist Freuler bei Bologna eine feste Grösse.

Freuler fiebert mit Italien mit

Kein Wunder, liegt dem Zürcher Italien am Herzen. In den italienischen Sport-Gazetten gibt es dieser Tage kaum ein anderes Thema als die bevorstehenden WM-Playoffs. Italien droht, die Weltmeisterschaft zum dritten Mal in Serie zu verpassen. Dies würde Freuler bedauern: «Der Druck für die Spieler ist riesig. Ich wünsche dem Team viel Glück. Die Quali wäre nicht nur für den italienischen Fussball wichtig, sondern für das ganze Land», so der langjährige Nati-Akteur.

Sollte Italien die beiden Playoff-Runden überstehen und im Sommer an die WM in den USA, Kanada und Mexiko fahren, würde die «Squadra Azzurra» in der Gruppe B auf die Schweiz treffen. Das stört Freuler keineswegs, im Gegenteil: «Ich würde mich über ein Wiedersehen freuen.»

Dies überrascht nicht, hat der 33-Jährige doch beste Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen mit den Italienern. An der EM 2024 in Deutschland brachte Freuler die Schweiz im Achtelfinal mit 1:0 in Führung. Am Ende setzte sich die Nati nach einem überragenden Auftritt mit 2:0 durch.

David gegen Goliath war einmal

Der Fokus von Freuler gilt aber voll und ganz der Gegenwart. In dieser gilt es für die Schweiz, sich in den Testspielen gegen Deutschland und Norwegen gegen zwei Topgegner zu behaupten. Der Bologna-Legionär ist sich gerade im Hinblick auf das Nachbarsduell mit den Deutschen der Schwere der Aufgabe bewusst, meint aber mit breiter Brust: «Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir ihnen auf Augenhöhe begegnen können. Wir werden uns bestimmt nicht verstecken.»

Programm-Hinweis

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Verfolgen Sie das Testspiel der Schweiz gegen Deutschland in Basel am Freitag ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App. Anpfiff ist um 20:45 Uhr.

Auf dem Zweikanalton gibt es die Partie zudem mit Audiodeskription.

Seit dem letzten Kräftemessen mit der DFB-Elf habe es in beiden Lagern gewisse Veränderungen im Kader gegeben, stellt Freuler fest. «Einige Spieler sind gegangen und neue sind gekommen, das ist normal. Unsere Spielidee ist aber noch die gleiche. Wir wollen von hinten aufbauen und offensiven Fussball spielen.»

Rare Verletzungspause gut überstanden

Was sich im Schweizer Team auch nicht verändert hat: Freuler ist im zentralen Mittelfeld – wenn gesund – neben Captain Granit Xhaka gesetzt. Doch das mit der Fitness war in der laufenden Saison nicht nur bei Xhaka, sondern eben auch bei Freuler, der eigentlich nie länger verletzt ist, so eine Sache.

Anfang November zog sich Freuler in der Serie A bei einem Zweikampf einen Schlüsselbeinbruch zu und musste in der Folge zwei Monate pausieren. «Es wurde etwas zu oft darüber gesprochen, dass ich nie verletzt war – und prompt ist es passiert», nimmt es Freuler rückblickend mit Humor. Es sei zwar keine einfache Zeit gewesen, allerdings habe er dadurch auch ein paar neue Erfahrungen gemacht. «Diese möchte ich aber sicher nicht mehr erleben», so der Routinier.

Seit Anfang Jahr scheint für Freuler wieder die Sonne – sportlich wie auch privat. Bei Bologna zieht er wieder die Fäden im Mittelfeld. Und im Februar wurde Freuler zum dritten Mal Vater.

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SRF, zwei, Sportflash, 24.03.2026, 20:00 Uhr ; 

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