Mit Marco Pascolo im Tor begann für die Schweizer Nati eine neue Ära. Nach jahrzehntelanger Flaute erreichte die Schweiz 1994 wieder einmal eine Endrunde. Nur 6 Gegentore hatte der damalige Servette-Hüter in 10 Quali-Spielen zugelassen. An der WM in den USA stiessen Pascolo und Co. in die Achtelfinals vor.
Zwei Jahre später folgte mit der EM in England der 2. Höhepunkt. Zwar schied die Schweiz als Gruppenletzter in der Vorrunde aus, der reflexstarke Walliser Hüter hielt sein Team aber mit tollen Paraden jeweils lange im Spiel.
Sein Nati-Debüt hatte Pascolo, der am Samstag (9. Mai) seinen 60. Geburtstag feiert, 1992 mit 25 Jahren gegeben. Trainer Roy Hodgson schenkte ihm das Vertrauen. Bis zu seinem Nati-Rücktritt 9 Jahre später absolvierte er 55 Länderspiele, 19 davon ohne Gegentor.
Auf Klubebene hinterliess der beim FC Sion gross gewordene Pascolo die grössten Spuren bei Servette (1992-96, ein Meistertitel) und Zürich (1998-2002, ein Cupsieg). Nach seiner Aktivkarriere war er rund 10 Jahre als Torhütertrainer tätig.