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Petkovic über die Zusammenarbeit mit den Journalisten
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Nati-Trainer Petkovic offen «Jedes falsche Wort kommt wie ein Bumerang zurück»

Vladimir Petkovic gab sich im «sportpanorama» nahbar wie selten. Thema war auch die schwierige Beziehung zu den Medien.

«Vertrauen» – es ist ein Wort, das Vladimir Petkovic oft braucht. Doch genau dieses Vertrauen wurde dem Nati-Coach zuletzt trotz geglückter EM-Qualifikation von diversen Medien nicht mehr entgegengebracht. Wie sehr hat den 56-Jährigen die negative Berichterstattung beschäftigt?

«Das ist Teil meiner Arbeit. Ich hatte vielleicht mehr solche Schlagzeilen als andere, aber damit muss ich umgehen. Ich muss diese Angriffe abwarten und dann mit guten Resultaten kontern», sagt Petkovic diplomatisch.

Zurückhaltung aus gutem Grund

Dann lässt der Trainer aber doch noch tiefer blicken. «Manchmal kommen die medialen Angriffe spontan, manchmal möchte man einen Trainer kalkuliert absetzen. Das war bei mir manchmal der Fall», erklärt Petkovic und ergänzt: «Wenn ich ein falsches Wort sage, dann kommt das nach zwei Monaten oder zwei Jahren zurück wie ein Bumerang. Deshalb muss ich manchmal auch vorsichtig sein.»

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«Ich habe in fünfeinhalb Jahren fast nie ein falsches Wort gesagt»
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Diese Zurückhaltung wird Petkovic oft als Arroganz ausgelegt. Das lässt Pierluigi Tami, Direktor der Schweizer Nationalmannschaft, nicht gelten. «Bei Leuten, die er nicht kennt, ist er eher zurückhaltend. Aber wenn er zu jemandem Vertrauen aufgebaut hat, ist er sehr offen.»

Wir möchten in der Kommunikation besser sein und proaktiver werden.

Petkovic gibt sich aber auch durchaus selbstkritisch. «Wie meine Mannschaft auf dem Platz versuchen auch wir, in der Kommunikation besser zu werden. Wir möchten proaktiver sein», nennt der Nati-Coach die Marschrichtung.

Petkovic bringt die nötigen «Soft Skills» mit, um in diesem Bereich einen Schritt nach vorne zu machen. Im Kreise der Nationalmannschaft sind Vertrauen und Offenheit längst die obersten Gebote. «Wir haben eine sehr familiäre Verbindung. Es ist mir wichtig, dass die Spieler gerne kommen und Zeit miteinander verbringen. Wenn diese Lust vorhanden ist und jeder alles gibt, ist es viel einfacher, etwas aufzubauen.»

Was passiert nach der EM?

Wird dieser Aufbau nach der EM 2020 mit Petkovic an der Seitenlinie weitergehen? «Wir sind derzeit in Gesprächen und werden diese fortsetzen. Beide Seiten sind bereit, über alles zu sprechen», antwortet Petkovic mit einem Schmunzeln. Die Zeichen scheinen auf «Weitermachen» zu stehen.

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Bleiben Sie Nati-Coach, Vladimir Petkovic?
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Sendebezug: SRF 1, sportpanorama, 22.12.19, 18:30 Uhr

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