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Nationalmannschaft Petkovic: Eine pragmatische Lösung

Die Wahl von Vladimir Petkovic zum neuen Nati-Trainer hat in der Schweiz keine euphorischen Reaktionen ausgelöst. Mit dem 50-Jährigen erhält die Nati zwar einen fachlich ausgewiesen Trainer, so der Tenor, der allerdings nicht erste Wahl gewesen war.

Vladimir Petkovic
Legende: Nicht die erste Wahl Welche Seite zeigt Vladimir Petkovic als Nati-Trainer? Keystone

Mit Ausnahme der Basler Zeitung, die schon im Titel «grosse Zweifel» an Petkovic äussert, ist der Tenor in der Schweizer Medienlandschaft verhalten positiv. Nicht die erste Wahl sei der 50-Jährige gewesen, lautet das Credo, aber eine «pragmatische Lösung» sei er allemal.

Ein Kompromiss, der sich verkaufen lässt

Die Aargauer Zeitung schreibt in ihrem Kommentar: «Mit Petkovic bekommt die Schweiz einen fachlich ausgewiesenen Trainer, einen Taktiker, einen intelligenten Mann, der auch abseits des Fussballs eine interessante Vita hat. Und der es bei aller Skepsis verdient, eine faire Chance zu bekommen.»

«Petkovic ist ein Kompromiss, der sich verkaufen lässt», folgert die Neue Zürcher Zeitung. «Zumal in Zeiten, da in der Multikulti-Auswahl weniger vom Röstigraben und mehr von kosovo-albanischem Hintergrund die Rede ist: Petkovic bedient den Ruf nach etwas Schweiz (Bellinzona, YB), nach internationalem Flair (Lazio Rom) und nach etwas Balkan (Geburtsort Sarajevo).»

Petkovic ein «cooler Skeptiker»

«Der coole Skeptiker Petkovic», wie ihn der Tages-Anzeiger umschreibt, sei «zum Erfolg gezwungen». Der aktuelle Lazio-Trainer habe den ausdrücklichen Auftrag, die Schweiz an die EURO 2016 in Frankreich zu führen.

Spielerischer Moment im Vordergrund

Für SRF-Radio-Experte Hanspeter Latour zeichnen sich von Petkovic betreute Teams durch ihren Offensivfussball aus: «Der spielerische Moment steht bei ihm stark im Vordergrund. Die Nati verfügt über zahlreiche Spieler, die diese Philosophie umsetzen können.»

Legende: Video Analyse von Sascha Ruefer abspielen. Laufzeit 03:18 Minuten.
Aus sportaktuell vom 23.12.2013.

Zwei grosse Herausforderungen

Sascha Ruefer, Nati-Kommentator von SRF, will Petkovic nicht als «richtige Wahl» bezeichnen: «Ob Petkovic der richtige Mann für die Nati ist, werden die Resultate weisen.»

Der Experte sieht zwei Herausforderungen auf den neuen Nati-Trainer zukommen: «Erstens: Man wird ihn von Beginn an mit seinem erfolgreichen Vorgänger Ottmar Hitzfeld messen. Und zweitens: Er muss zu den teilweise divenhaften Nati-Spielern einen guten Draht finden.»

21 Kommentare

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  • Kommentar von krähenbühl daniel, bern
    petkovic ist der ideale mann für unsere multikulti-nationalmannschaft. er spricht deutsch, französisch, italienisch und kroatisch. seine sozialkompetenz ist überdurchschnittlich und dank seiner integrativen art wird er sicher eine vernünftige truppe formen können. okay, die grossen erfolge sind ihm bisher verwehrt geblieben. aber auch hitzfeld wäre mit yb wohl auch nicht meister geworden. PS: und wer zum teufel ist sascha ruefer? sorry, der mann hat wenig ahnung von fussball.
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  • Kommentar von Radeba, Oftringen
    Von Serie A in die Schweiz? Interessant... http://radeba.manifo.com/
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  • Kommentar von Peter Schlapbach, Thun
    Petkovic ist für den Verband eine Notlösung. Meiner Meinung nach hätte man warten können bis Jogi Löw frei wird ,und nach seiner Entlassung nach der WM zuschlagen. Damit ist jetzt halt wider einmal bestätigt das in Bern keine Profis am Werk sind.
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    1. Antwort von JC Heusser, Erstfeld
      Geben Sie Herrn Petkovic doch eine faire Chance sich zu beweisen und machen Sie nicht schon vorher "Schlapp" Herr Schlapbach ! Übrigens Jogi Löw hat bis jetzt noch keinen "Titel" gewonnen und wird dies auch an der WM in Brasilien nicht schaffen . . . . .
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