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Nationalmannschaft «So haben wir an der EM nicht viel verloren»

Fabian Schär und Captain Stephan Lichtsteiner analysieren die Niederlage gegen Bosnien. Individuelle Fehler seien das Problem gewesen - und die grossen Räume hinter der Verteidigung.

Legende: Video «Man merkt dass wir in Schwierigkeiten stecken» abspielen. Laufzeit 2:48 Minuten.
Aus sportlive vom 29.03.2016.

«Wir haben uns das anders vorgestellt. Wir müssen sicher zwei, drei Schippen drauflegen», sagte Fabian Schär nach dem 0:2 gegen Bosnien. Die Defensive um den Hoffenheimer hatte erneut nicht den stabilsten Eindruck gemacht.

Schär nimmt sich in die Kritik

Beim ersten Gegentor nach einer Viertelstunde liess Roma-Stürmer Dzeko den Wiler nicht allzu gut aussehen. «Vielleicht war ich etwas zu weit weg, er schiebt sie dann gut rein», meinte Schär selbstkritisch. Vorangegangen war ein Ballverlust der Schweizer durch Senderos und mit einem Querpass war die gesamte Nati-Defensive ausgehebelt.

Den Schweizern war nach der Partie die Unzufriedenheit anzusehen. Nur wenige Nationalspieler stellten sich den Fragen der Medien. Das Selbstvertrauen war auch schon grösser. «So haben wir an der EM nicht viel verloren», meinte Schär.

Das fehlende Vertrauen und das naive Foul

Auch Captain Lichtsteiner befand: «Wir müssen das Vertrauen wieder zurückgewinnen.»

Lichtsteiners Kritik galt vor allem dem 2. Gegentreffer. «Das ist ein dummes Foul, wenn man weiss, dass Pjanic einer der besten Freistossschützen in Europa ist.» Am eingeschlagenen Kurs mit hohem Pressing hält er aber fest:

Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz, die auf Konter spielt wie in den letzten Jahren. Wir müssen das Spiel machen.
Autor: Stephan Lichtsteiner

Für viele Spieler sei es aber ungewöhnlich, so weit vorne zu verteidigen. Daraus ergäben sich Fehler.

Immerhin Chancen kreiert

Lichtsteiner wollte nicht darum herumreden, dass die Bilanz nach den beiden Testspielen negativ ausfalle. Dennoch fand er auch wohlwollenden Worte. Man habe über weite Phasen gute Chancen kreiert, leider habe man zu ungenau agiert.

«Wir sind aber nicht depressiv, denn wir sind eine Wettkampfmannschaft», gab sich Lichtsteiner kämpferisch.

Legende: Video Petkovic: «Zurzeit fehlt das Selbstvertrauen» abspielen. Laufzeit 1:58 Minuten.
Aus sportlive vom 29.03.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.3.2016, 20:00 Uhr.

12 Kommentare

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  • Kommentar von R. Jakob, Kräiligen
    Da muss einer diese Buben wachschütteln, Petkovic kann das nicht. Vielleicht wäre Ralph Krüger auch im Fussball nicht der Falsche.
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  • Kommentar von R. Jakob, Kräiligen
    Ist es nicht erbärmlich, dass es in der Schweiz fast in jedem 2. Dorf einen FC gibt, die von Gemeindesteuergelder noch Kunstrasenplätze und Flutlichtanlagen erhalten und in der Nati stehen keine 11 gesunde Spieler mit Spielpraxis, die für das Schweizer Kreuz das Maximal herausholen, auf dem Platz? Verlieren ist immer erlaubt, aber was diese überbezahlten Gelfrisuren momentan bieten, ist daneben.
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  • Kommentar von Beppi Lopez, St. Gallen
    Sicher ist es schwierig, eine Mannschaft aus Akteuren zu formen, die in x verschiedenen Vereinen und Ligen spielen. Genau das ist der Auftrag eines Natiionaltrainers. Nach den Auftritten dieser Mannschaft und den Ausführungen des Trainers bleibt nur ein Schluss: Er kanns nicht.
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