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SRF-Experte im Interview Captainbinde, Coolness und Gibraltar – Huggel nimmt Stellung

Granit Xhaka (Nummer 10) steht laut Huggel nicht zur Diskussion.
Legende: «Petkovic hat sich für Xhaka als Captain entschieden» Granit Xhaka (Nummer 10) steht laut Huggel nicht zur Diskussion. Keystone

SRF-Experte Benjamin Huggel äussert sich im Interview zur Partie in Irland, zum nächsten Quali-Spiel gegen Gibraltar sowie zur Causa Xherdan Shaqiri.

SRF Sport: Die Nati hat sich gegen ein defensiv eingestelltes Irland äusserst schwergetan. Was sind die Erkenntnisse aus diesem Spiel?

Benjamin Huggel: Es zeigt sich, dass die Schweiz immer wieder Probleme hat, gegen auf dem Papier schwächere Gegner zu spielen. Man kann nicht die Dominanz entwickeln, um zu genügend Torchancen zu kommen. Führt man 2:0 oder 3:0, kann man einen Fehler wie beim Ausgleich auch einmal hinnehmen.

Wie bereits gegen Dänemark gibt die Schweiz einen Vorsprung noch aus der Hand. Fehlt es den Schweizern an Coolness?

Ich finde, man kann die beiden Spiele nicht vergleichen. Einen 1:0-Vorsprung kann man schnell einmal aus der Hand geben. Beim 3:3 gegen Dänemark hat sicherlich die Coolness gefehlt, im gestrigen Spiel nicht unbedingt. Die Partie der Schweizer an sich, und speziell die 1. Halbzeit, war einfach zu wenig gut.

Video
Huggel: «Die Schweiz war gegen Irland zu wenig gut»
Aus Sport-Clip vom 06.09.2019.
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Gegen Gibraltar ist die Nati grosser Favorit. Dänemark gewann am Donnerstag gleich mit 6:0. Kann von der Schweiz eine ähnliche Leistung erwartet werden?

Es wäre hervorragend, wenn es für die Schweiz einen klaren Sieg geben würde – und das darf auch von der Nati erwartet werden. Ob es gleich ein 6:0 gibt, steht in den Sternen. Für die Offensivabteilung ist es eine Möglichkeit, Selbstvertrauen zu tanken.

Es müssten andere Spieler in die Bresche springen.

Im Vorfeld der Partie hat vor allem die «causa Shaqiri» zu reden gegeben. Hat er dem Team gefehlt?

Jein. Er hat insofern gefehlt, dass der Raum hinter der Spitze nicht gut bespielt wurde. Es müssten aber andere Spieler in die Bresche springen und diese Position besetzen. Wie Vladimir Petkovic gestern sagte, muss sich auch bei einer Doppelspitze ein Stürmer fallen lassen und der andere Stürmer in die Tiefe gehen. Das wurde gestern nicht gut ausgeführt, hier fehlte Shaqiri. Der Aussage, dass das Spiel nur nicht gewonnen wurde, weil Shaqiri nicht dabei war, würde ich aber widersprechen.

Nach dem Spiel meinte Granit Xhaka gegenüber den Medien, falls Shaqiri die Captainbinde wolle, könne er diese haben. Alles Spekulation oder wäre Shaqiri ein valabler Ersatz für Xhaka?

Ich glaube nicht, dass das von Seiten des Trainers eine realistische Vorgehensweise wäre. Petkovic hat sich für Xhaka als Captain entschieden. Bei dieser Entscheidung war Shaqiri auch schon dabei. Würde Petkovic das Captainamt jetzt neu vergeben, wäre das intern nur schwer zu erklären. Darum glaube ich nicht, dass das ein realistisches Szenario ist.

Das Gespräch führte Michael Gasser.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.09.2019, 20:10 Uhr

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Roschi  (Veloueli)
    Die Schweizer Fussballnationalmannschaft ist eine Lachnummer in Europa. Wenn die überheblich sind, gehören die in die psychiatrische Klinik. Ich frage mich warum so viele Clubs im Ausland Schweizer anstellen.
    1. Antwort von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
      @Ueli Roschi: Wegen des Unentschiedens gegen Irland soll die Schweizer Fussballnationalmannschaft eine Lachnummer in Europa sein? Das ist eigentlich auch schon überheblich gegenüber den Iren. Die sind nämlich nicht so schlecht.
    2. Antwort von Christa Geering-Böni  (Herold)
      Dieser Kommentar ist eine Lachnummer - aber dafür eine Grosse
  • Kommentar von Roland Annen  (Rannen)
    Eine Mannschaft spielt nur die Qualität die der Trainer wiederspiegelt!
    Dieser Trainer bringt die Mannschaft nicht mehr weiter, darum ersetzen!
    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Der erste Satz ist Quatsch. Über den Zweiten kann man reden.
  • Kommentar von Basil Herzig  (Basil Herzig)
    Dachte wir reden von Albanien! Die "Adlerjubler" Xhaka und Shaqiri spielen doch für die Nati von Albanien? Habe ich da was verpasst? Spass beiseite. Aber so ist diese Nati eben. Albaner die mit der Schweiz spielen MÜSSEN, da es in der Nati von Albanien keinen freien Platz mehr gibt. Xhaka, Shaqiri, Seferovic sind alles keine Schweizer. Aber eben Fassnacht, Lustenberger, Schürpf, Stocker etc. finden bei Bosniens Taktgeber Petkovic keinen Platz. Nati darf wie der Verein nun auch Ausländer haben.
    1. Antwort von Claudio Kohler  (KCl - Salz in die Suppe)
      Ehm. Wohl Fieber gehabt beim Schreiben?!
      Petkovic ist kroatischer Abstammung, Xhaka und Shaqiri würden wenn für den Kosovo spielen und nicht Albanien und Seferovic kommt wie jeder weiss aus Sursee!
    2. Antwort von Christa Geering-Böni  (Herold)
      Was für ein Quatsch - und wenn man schon von "Nationalitäten" schreibt, dann doch bitte die Richtigen - schliesse mich da Claudio an
    3. Antwort von Kurt Häring  (khg)
      Die Antwort auf diesen Kommentar muss an der Netiquette kratzen, denn eigentlich hätte dieser niemals veröffentlicht werden dürfen. Er ist eine Beleidigung der ganzen Nati und ihres Trainers.
      Von einem Rechtsextremen ist kein vernünftiger Sportkommentar zu erwarten. Für Herzig gibt es nur Schweizer und Ausländer. Dabei merkt er nicht einmal, dass alle, die er genannt hat, von Xhaka bis Pektovic, genau den gleichen roten Pass besitzen wie er. Nur haben deren Pässe keine braunen Flecken.