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Nach neuerlicher Niederlage Deutschland zwischen Abstieg und Titelträumen

Das DFB-Team tritt in der Nations League auf der Stelle. Die Medien aber schwanken zwischen Himmel und Hölle.

Legende: Audio Presseschau: Deutsche Niederlage gegen Frankreich abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
01:28 min

Nach der 1:2-Niederlage gegen Frankreich steht Deutschland auch nach der 3. Partie der Nations League mit nur einem Punkt da. Insgesamt lautet die Bilanz 2018: 6 Niederlagen und 2 Remis in 11 Länderspielen. Einzig Schweden, Saudi-Arabien und Peru konnten mit je einem Tor unterschied besiegt werden.

Die beste Pleite des Jahres.
Autor: Bild

Soviel zu den Fakten. Angesichts der Interviews nach der Partie in Paris und dem folgenden Medienecho drängt sich aus deutscher Sicht ein Begriff auf: «Wohlfühlniederlage». Joachim Löw sah seine Mannen «auf Augenhöhe mit dem Weltmeister», Keeper Manuel Neuer sprach von einem «klaren Plan, der grundsätzlich auch aufgegangen ist».

Quintessenz dieses Plans war der lange geforderte Umbruch durch Verjüngung. Löw rückte mit Niklas Süle, Serge Gnabry, Thilo Kehrer, Nico Schulz und Leroy Sané ein Quintett aus dem 2. Glied in die Startformation. Und die genannten Akteure lieferten ausnahmslos eine gelungene Talentprobe ab.

Löw setzt den Umbruch endlich in Gang.
Autor: kicker

Die flinken Gnabry und Sané konnten eines der ärgsten Probleme der DFB-Elf – das Fehlen eines zuverlässigen, klassischen «Neuners» – phasenweise kaschieren. Unter dem Motto «Jugend forscht» stellte Löw also neue Weichen: Einzig Hoffenheims Schulz übertrifft beim Youngster-Fünferpack die 23-Jahre-Marke.

Der Abstieg rückt für Deutschland immer näher
Autor: FAZ

Auch Deutschlands zuletzt äusserst unzimperliche Boulevardblatt Bild schrieb von der «besten Pleite des Jahres» und bescheinigte dem Übungsleiter: «Das ist der richtige Weg, Jogi!». Fakt aber ist: «Die Mannschaft» bleibt auf ihrem einen Zähler aus dem Heim-Remis gegen Frankreich sitzen. Man sei auf gutem Wege hinsichtlich nächster Europameisterschaft.

Aus eigener Kraft ist der Abstieg aus der höchsten Nations-League-Gruppe nicht mehr zu verhindern, wie auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung betonte.

Als die Équipe Tricolore den Druck erhöhte, wurde das DFB-Team zaghaft, ängstlicher und ängstlicher.
Autor: Spiegel

Hinsichtlich der Qualifikation für die EM 2020 dürfte eine mögliche Relegation den Deutschen keine Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Aber: Die Namen der Gegner würden statt Frankreich und Niederlande dann Schottland, Albanien, Tschechien oder Slowakei lauten. Dort dürfte die Erfolgsrate rapide steigen – der Zuschauerschnitt aber kaum.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 16.10.2018 22:30 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Wegen Verwirrung bei gewissen Kommentarschreibern hier ein paar Infos zu EM-Quali und NL: Der NL-Gesamtsieg (Finalturnier Liga A im März 2019) berechtigt nicht zur EM-Teilnahme. In der EM-Quali (alle Spiele im 2019) gibt es 10 Gruppen, und je die 2 ersten sind für die EM qualifiziert. Hinzu kommen je ein Team aus den 4 Ligen der NL, wobei diese 4 Plätze erst im Frühling 2020 ausgespielt werden. Für die besten Teams gibt es also 21 EM-Plätze sowie für die "Mittleren" und "Kleinen" 3 EM-Plätze.
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Entschuldigung. Er braucht eine kleine Korrektur: Das Finalturnier der Liga A (um den Titel mit Pokal und einen hohen Geldpreis) findet nicht im März 2019, sondern im Juni 2019 statt. Austragungsland ist, wer die Gruppe mit Portugal, Italien und Polen gewinnt.
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  • Kommentar von Ferdi Weibel (weibel)
    J. Löw hat im Hinblick auf die EM und die NL den Zeitpunkt verpasst, das Team mit jüngeren Spielern rechtzeitig zu verstärken. Diese Spieler sind Weltklasse. Ich denke aber, dass Löw nicht der richtige Trainer für die neue Generation ist. Mit dem Gewinn der WM hat Löw den Karriere -Gipfel mit einem grossartig aufspielendem Team erreicht. Das wird ihm wenigstens bleiben.
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  • Kommentar von Rinaldo Del-grande (Rinaldino)
    Deutschland ist im Moment nicht top, aber immer noch eine Liga besser als die CH
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    1. Antwort von Peter Imber (Wasserfall)
      Da gehe ich mit Ihnen einig. In einem Ernstkampf gegen dieses deutsche Team würde die Nati sang- und klanglos verlieren.
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