Im Rahmen des Cup-Halbfinals zwischen Stade-Lausanne-Ouchy und den Grasshoppers (2:0) haben sich einige Anhänger des Schweizer Rekordmeisters von der ganz schlechten Seite gezeigt und für wüste Szenen gesorgt.
Nach dem 2:0 des Unterklassigen erreichten die Aggressionen ihren ersten Höhepunkt. Beim Jubel der Lausanner vor dem Gästeblock flogen Stühle, Fahnenstangen und Teile des Gitters. Einige Personen rannten sogar auf den Platz in Richtung der Spieler und konnten vom Sicherheitspersonal nur mit Mühe zurückgedrängt werden.
Wir verstehen die grosse Enttäuschung über die gestrige Cup-Niederlage. Die Mannschaft, der Klub sowie das ganze Klubumfeld teilen diese ebenfalls. Dennoch wurde mit diesem Vorfall eine klare Grenze überschritten: Dieses Verhalten ist beschämend und in keiner Weise akzeptabel.
Auch gut eine Stunde nach Spielschluss haben sich die Gemüter noch nicht beruhigt. Rund 30 GC-Anhänger kehrten zum Stadiongelände zurück, das Ziel war diesmal die eigene Mannschaft. Wie der Zürcher Klub in einem Statement am späteren Sonntagnachmittag bestätigte, wurden Petarden und Absperrgitter auf den Teambus der Grasshoppers geworfen. Ein Teil der Mannschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt im Bus, konnte aber in die Katakomben flüchten.
Busschauffeur leicht verletzt
In der Folge hätten besagte Personen versucht, in die Garderoben vorzudringen, «der Grossteil konnte aber vom Sicherheitspersonal gestoppt werden», liess GC weiter verlauten. Beim Vorfall wurde der Buschauffeur durch den Einsatz von Pfefferspray leicht verletzt. Die verspätete Heimreise konnte dann ohne Zwischenfälle angetreten werden.
«Wir verstehen die grosse Enttäuschung über die gestrige Cup-Niederlage. Die Mannschaft, der Klub sowie das ganze Klubumfeld teilen diese ebenfalls. Dennoch wurde mit diesem Vorfall eine klare Grenze überschritten: Dieses Verhalten ist beschämend und in keiner Weise akzeptabel. Wir verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste», heisst es in der Stellungnahme des Klubs.
Über 4000 mitgereiste Fans
Für GC sei es wichtig zu betonen, «dass es sich um eine sehr kleine Gruppe handelte, die sich zu diesem Vorfall hinreissen liess. Die grosse Mehrheit der über 4000 mitgereisten Fans hat die Mannschaft trotz der Niederlage friedlich unterstützt». Ob rechtliche Schritte eingeleitet werden, ist laut dem Klub noch offen.