- Der FC St. Gallen bezwingt Yverdon mit 2:0 und folgt Stade-Lausanne-Ouchy in den Cupfinal.
- Im Stade Municipal liegen die Ostschweizer nach nicht mal 6 Minuten vorne. Die Entscheidung gelingt erst in der 88. Minute.
- Für den FCSG ist es der 3. Cupfinal in den letzten 5 Jahren. Der einzige Cupsieg datiert allerdings von 1969.
Es war für St. Gallen die grosse Erlösung in diesem zum Kampfspiel verkommenen Cup-Halbfinal: Der erste Versuch von Hugo Vandermersch, den Ball in die Mitte zu bringen, misslang. Der zweite jedoch wurde, leicht abgefälscht, zur idealen Vorlage für Alessandro Vogt. Der Torjäger nickte das Spielgerät eiskalt und gekonnt zum 2:0 in die weite Ecke – die Entscheidung (88.).
In den Minuten zuvor hatte das unterklassige Yverdon vor 5104 Fans (Saisonrekord) im heimischen Stade Municipal einige Male am 1:1-Ausgleich geschnuppert. In der 80. Minute konnte St. Gallens Verteidiger Colin Kleine-Bekel eine Hereingabe nach einem schnellen Konter gerade noch entschärfen. Sekunden später kam Yverdons Spielmacher Antonio Marchesano mit einem sehenswerten Fallrückzieher nicht an FCSG-Cup-Goalie Lukas Watkowiak vorbei.
Schwungvoller Beginn der Gäste
So spannend hätte es aus St. Galler Optik gar nicht werden müssen. Das Team von Enrico Maassen hatte die Partie vom Anpfiff weg im Griff gehabt. Das brachte nach nicht einmal 6 Minuten den Führungstreffer: Nach einem kurz ausgeführten Eckball flankte Vandermersch in den Strafraum, wo Aliou Baldé per Kopf am stark reagierenden Simon Enzler scheiterte. Captain Lukas Görtler reagierte gedankenschnell und verwertete den Abpraller zum 1:0.
5 Zeigerumdrehungen später hatte Vogt das zweite Tor auf dem Fuss. Der 21-Jährige schob den Ball nach einem klugen Querpass von Carlo Boukhalfa jedoch am Yverdon-Gehäuse vorbei. Jenes Gehäuse stand kurz später Nino Weibels Premierentreffer im Weg. Der 19-jährige Mittelfeldspieler scheiterte in seinem 12. Profi-Einsatz – dem ersten von Beginn an – mit einem Kopfball am Querbalken.
Yverdon im Alu-Pech
Nach dieser furiosen Startphase der Gäste fand Yverdon, das in der Challenge League zuletzt 3 Mal in Serie gewonnen hatte, besser ins Spiel. Gute Torchancen blieben jedoch Mangelware. Weil St. Gallen die Offensivbemühungen weitgehend einstellte, blieb es lange beim Minimalvorsprung.
In der 59. Minute wäre beinahe das 1:1 gefallen – das erste grosse Lebenszeichen von Yverdon und eine Warnung an St. Gallen. Ein schneller, zielstrebiger Angriff gipfelte in einem Lattenknaller von Fabio Saiz, der aus guter Position im Strafraum abziehen konnte. So nah kamen die Hausherren einem Tor in der Folge nicht mehr.
So geht's weiter
Der Cupfinal zwischen Stade-Lausanne-Ouchy und St. Gallen findet am Pfingstsonntag, 24. Mai, im Berner Wankdorf statt (Anpfiff um 14:00 Uhr, live zu sehen auf SRF zwei). Bis dahin ist der FCSG noch in der Championship Group beschäftigt. In dieser geht es für die Ostschweizer, die am Sonntag zu YB ins besagte Wankdorf reisen, darum, den 2. Platz zu sichern.