Der FC St. Gallen steht nach einem erkämpften 2:0-Auswärtssieg gegen Yverdon binnen 5 Jahren zum 3. Mal im Cupfinal. Anders als bei den Endspielen 2021 (gegen Luzern) und 2022 (gegen Lugano) steigen die Ostschweizer 2026 gegen Stade-Lausanne-Ouchy als haushoher Favorit in das Spiel, das dem FCSG den 2. Cupsieg der Vereinsgeschichte bescheren könnte.
Es wäre der langersehnte Triumph. Der letzte St. Galler Titel im Schweizer Pokalwettbewerb liegt 57 (!) Jahre zurück. Damals setzte sich «Grünweiss» dank eines Doppelpacks des Deutschen Rudolf Nafziger mit 2:0 gegen Bellinzona durch. Seitdem gingen 4 Cupfinals verloren.
Favoritenschreck SLO
Nur noch eine Hürde müssen die St. Galler am 24. Mai im Berner Wankdorfstadion überwinden: Stade-Lausanne-Ouchy, das auf dem Weg in den Cupfinal – dem grössten Erfolg der Vereinsgeschichte – Winterthur (1:0), Luzern (2:1) und nun im Halbfinal die Grasshoppers (2:0) ausschaltete.
An SLO hat St. Gallen nur gute Erinnerungen. Als die Waadtländer 2023/24 für ein Jahr in der Super League weilten, gewannen die Ostschweizer alle 3 Direktbegegnungen: mit 4:0 und 1:0 jeweils zu Hause, mit 5:2 auf der Pontaise. Aber nicht nur deswegen verkommt der Cupfinal 2026 zu einem klaren David-gegen-Goliath-Duell.
Maassen erwartet eine «Challenge»
Der FCSG ist sehr stabil unterwegs und auf bestem Weg, hinter Thun den 2. Platz zu sichern. Seit dem 25. Januar kassierte die Maassen-Mannschaft keine Niederlage mehr. Viele Gedanken habe er sich noch nicht gemacht, meinte der Deutsche nach dem Sieg in Yverdon. «Vom anderen Halbfinal habe ich ein wenig gesehen. Stade-Lausanne-Ouchy ist eine gute Mannschaft mit vielen guten Fussballern und 1-gegen-1-Spielern. Das wird eine Challenge.»
Noch kürzer fasste sich St. Gallens Cup-Keeper Lukas Watkowiak: «Aller guten Dinge sind drei», schmunzelte der Deutsche im Hinblick auf seinen 3. Cupfinal im grünweissen Dress.