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Viertelfinal im Schweizer Cup Dank doppeltem Comeback: GC schaltet Sion in extremis aus

GC steht erstmals seit 2018 wieder im Halbfinal des Schweizer Cups. Der 19-fache Sieger feierte gegen Sion einen 4:3-Erfolg nach 120 Minuten. Das Siegtor im Letzigrund erzielte Emmanuel Tsimba in der 4. Minute der Verlängerung.

Dabei waren die Grasshoppers zuvor schon zweimal abgeschrieben gewesen. Eine spektakuläre Schlussphase in der regulären Spielzeit sorgte überhaupt dafür, dass GC nicht im Viertelfinal die Segel streichen musste:

  • 72. Minute: Der eingewechselte Benjamin Kololli erzielt das 2:0 für die Gäste. Alles sieht nach einem problemlosen Sittener Erfolg aus.
  • 76. Minute: Kolollis Tor wird zum Weckruf für GC. Plötzlich ist wieder Feuer in der Partie, was mit dem Anschlusstor belohnt wird: Bayern-Leihgabe Jonathan Asp Jensen ist per Schlenzer sehenswert erfolgreich.
  • 80. Minute: Die Grasshoppers lassen nicht nach. Emmanuel Tsimba profitiert von einem Abpraller von Sion-Goalie Anthony Racioppi, der einen Schuss aus der Distanz nicht festhalten kann. 2:2 – alles wieder ausgeglichen.

Doch wer sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine Verlängerung einstellte, sah sich getäuscht:

  • 85. Minute: Der erneute – vermeintliche – Nackenschlag für GC. Josias Lukembila bringt Sion aus dem Nichts wieder in Front, obwohl von den Sittener nach vorne gar nichts mehr kommt.
  • 90.+3 Minute: Absolute Ekstase im Letzigrund. Michael Frey sucht sich den bestmöglichen Zeitpunkt für sein 1. Tor im GC-Dress aus. Der Stürmer kommt nach einem langen Ball zum Abschluss und rettet sein Team in extremis in die Verlängerung.

Der Wahnsinn flachte nach dem 3:3-Ausgleich aber nicht ab. Im Gegenteil. Denn vier Minuten nach Wiederanpfiff brachte Tsimba mit seinem 2. Tor erstmals GC in Front. Nach einem Eckball schlugen die Zürcher den Ball wieder in den Strafraum. Dort stieg der 19-jährige Stürmer hoch und köpfelte GC endgültig ins Glück – und in den Halbfinal. Es war der Schlusspunkt eines verrückten 7-Tore-Spektakels.

GC rennt Rückstand hinterher

Dabei hätte es der Rekordmeister und -Cupsieger beim Heimauftritt im nur spärlich besuchten Letzigrund gar nicht mal so spannend machen müssen. Bereits nach 28 Sekunden hatte GC die Riesen-Gelegenheit, in Führung zu gehen. Maximilian Ullman lief auf der linken Strafraumseite frei mit, wusste mit dem Abschluss aber wenig anzufangen.

In der Folge waren es die Sittener, die das Skore in dieser Affiche eröffneten. Kreshnik Hajrizi setzte sich im Kopfballduell gegen seinen Gegenspieler Frey durch und netzte hinter GC-Schlussmann Nicolas Glaus ein. Der 23-jährige Ex-Basel-Junior ersetzte Stammtorhüter Justin Hammel, der sich im Meisterschaftsspiel gegen Thun vom 18. Januar eine leichte Entzündung eingeholt hatte und ausfiel.

Glaus konnte sich in seinem 2. Pflichtspieleinsatz in dieser Saison mehrfach auszeichnen, musste aber dennoch ein zweites Mal hinter sich greifen. Doch dieses Tor war bekanntlich der Startschuss des grossen GC-Comebacks.

So geht's weiter

Am Mittwoch werden die letzten zwei Halbfinalisten ermittelt – die Runde der letzten Vier findet am 18./19. April statt. Im Ligabetrieb empfängt GC am Samstagabend ab 20:30 Uhr YB (live auf SRF zwei), Sion bestreitet zweieinhalb Stunden früher das Heimspiel gegen Luzern.

Schweizer Cup

SRF zwei, Sportlive, 03.02.2026, 20:10 Uhr ; 

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