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Constantin: «Jetzt brauchen wir ein wahres Wunder» (franz.)
Aus Sport-Clip vom 11.04.2021.
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Akute Abstiegsgefahr im Wallis Sion braucht ein «Wunder» für den Klassenerhalt

Sions Rückstand auf den Barrageplatz beträgt nach 28 Runden bereits 6 Punkte. 15 Jahre nach dem letzten Aufstieg droht der Gang in die Challenge League.

Wenig Esprit, wie schon gegen Meister YB in der Schlussviertelstunde 3 Gegentreffer gefasst und körperlich platt: Die Mannschaft des FC Sion konnte auch beim kapitalen Abstiegsknüller gegen Aufsteiger Vaduz das Ruder nicht herumreissen. 75 Minuten lang war Sion zumindest nicht das schlechtere Team, verlor aber am Ende nach 3 Gegentoren innerhalb von neun Minuten 0:3 – und kassierte obendrein noch eine rote Karte.

Sion-Präsident Christian Constantin fand nach der Partie deutliche Worte für die Lage seines Teams: «Es braucht ein Wunder, um aus dieser Situation noch herauszukommen». Aber resigniert hat er noch nicht: «Verzweifelt ist man, wenn man keine Aussicht mehr hat auf eine Lösung. Wir haben noch 8 Spiele, es sind 24 Punkte zu gewinnen.» Die Mathematik spricht vorläufig noch kein Urteil über den FC Sion. Aber die Frage bleibt: Wie will sich Sion bei einem Schnitt von bisher 0,92 Punkten pro Spiel Luzern (8.) und Vaduz (9.) nochmals nähern?

Christian Constantin
Legende: Auch er spürt starken Gegenwind Sion-Präsident Christian Constantin. Keystone

Fragezeichen hinter Walkers Zukunft

Für den Sittener Umschwung sollte eigentlich Marco Walker als neuer starker Mann an der Seitenlinie sorgen. Doch Besserung gab es seit dem Trainerwechsel von Fabio Grosso zu Walker weder spielerisch noch in Form von Zählern. 1 Punkt und 1:7 Tore lautet nach 3 Spielen die Bilanz Walkers.

Will «CC» deshalb bereits den nächsten Wechsel an der Seitenlinie vornehmen? «So kurz nach dem Match kann ich nichts entscheiden. Es war ein Spiel, das auf ein 0:0 hinauslief. Dann lief plötzlich alles gegen uns», sagte Constantin am Sonntag und vermied damit ein klares Bekenntnis zu Walker.

Ob Constantin selbst bei einem Abstieg tatsächlich weitermacht, ist ungewiss. Zuletzt hatte der Architekt aus Martigny häufig davon gesprochen, dass wegen der Corona-Pandemie der Profi-Fussball in der Schweiz vor dem Ende stehe. Beobachter im Wallis gehen davon aus, dass sich Constantin mit seiner Einschätzung schon jetzt eine Hintertüre offenlässt, um nach einem immer näher rückenden Abstieg auf elegante Art auszusteigen.

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Archiv: Sion verliert auch gegen Vaduz
Aus Sport-Clip vom 11.04.2021.
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SRF zwei, Super League – Goool, 11.04.2021, 18:05 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Bachmann  (Waltsch001)
    Interessante Entwicklung, in den letzten Jahren stieg ein Grosser nach dem Anderen ab: FCZ. GC, jetzt Sion und nächstes Jahr trifft es Basel!
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Steile These! Ich ging immer gern ins Tourbillon. Dort gibt es Weisswein und Raclette. Das bekommst du nur dort! Noch ist niemand abgestiegen. CC hat aber Recht. Die brauchen nicht nur ein Wunder. Die brauchen gleich mehrere Wunder!
  • Kommentar von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
    Schon erstaunlich wie hier einige über CC urteilen ohne ihn zu kennen. Sogenannte möchte gern Experten. Wenn es CC nicht gäbe, würde es den FC Sion schon lange nicht mehr geben. Jeder Klub hatte Einzelpersonen wo mit Eigenkapital dafür gesorgt haben das es die Klubs noch gibt. Das war bei FCB, YB, FCZ, FCL, GC und und und so. Dank diesen Personen gibt es noch Fussball, ob SL, CL oder tiefere Liegen. Deshalb sollten alle Fussballfans diesen Leuten dankbar sein und nicht unnötig Richter spielen.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      CC hat sicher viel für den FC Sion getan, er ist Sions grösster Fan und genau das ist gleichzeitig der Pferdefuss. Er und sein Sohn handeln zu oft impulsiv und unreflektiert. CCs Persönlichkeit hat narzisstische Züge, er hat zu oft das Gefühl, dass es ohne ihn nicht gehe. Vielleicht wäre er gut beraten gewesen sich Leute an die Seite zu holen, die ihm auch mal widersprechen. Alle Trainer die in Sion gearbeitet haben, sagen allerdings, dass CC keinen Widerspruch duldet.
  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    Sion steigt ab und wird endlich sich von Diktatur Constantin lösen können. Das was Sion in den letzten Jahren geboten hat, ist unanständig und eines Schweizer Sportclubs nicht würdig. Mir tun die Spieler und Staff jetzt schon Leid. Diesen Druck hält niemand aus. Dass Sion immer wieder Trainer gefunden hat, ist erstaunlich. SFV hätte bereits seit langem eingreifen sollen. Alle sahen zu und lachten.