«Der Schaden ist immens», sagt FCB-Sportchef Daniel Stucki am Tag nach dem Brand im St. Jakob-Park gegenüber SRF. Es sei von Sachschäden in Millionenhöhe auszugehen. «Der ganze Physio-Bereich, technische Geräte der Athletik, Gym, Videoraum, Management-Büros: alles nicht mehr brauchbar. Auch die Schuhe und persönliche Gegenstände der Spieler sind verbrannt oder mit Russ verseucht», so Stucki.
Noch in der Nacht habe man sich um die Spielverschiebung der Partie in Thun kümmern müssen. Aber auch mit dem Spiel gegen Sion in 2 Wochen könnte es eng werden. «Das wird schwierig, die Garderoben sind russgeschwärzt. Der Rauch ist hochgiftig und man muss alles speziell reinigen lassen. Die Forensik klärt mindestens noch bis am Montag ab, wie es weitergehen kann», erklärt Stucki.
Nachwuchs-Campus als Ausweich-Möglichkeit
Aktuell sei man auf der Suche nach Alternativen. «Die Gäste-Garderobe ist wahrscheinlich etwas weniger betroffen als diejenige des FCB. Vielleicht könnte man sich an einem anderen Ort umziehen, wir suchen nun nach kreativen Lösungen», erklärt FCB-Medienchef Simon Walter. Aber es sei noch zu früh, um zu wissen, wie es in 2 Wochen aussehe.
Immerhin für den Trainingsbetrieb habe man sich für den Moment arrangieren können. Die 1. Mannschaft dürfte auf den Nachwuchs-Campus ausweichen. Für Super-League-Bälle habe man aber bei anderen Vereinen anfragen müssen.
Trikots und Trainingskleider könnten gemäss Walter zügig ersetzt werden. Hierbei könne man mit der Nachwuchsabteilung zusammenarbeiten. Bei anderen Sachen brauche man wohl etwas mehr Zeit und müsse sich zunächst einen genauen Überblick verschaffen. Priorität habe nun die schnellstmögliche Wiederaufnahme des operativen Trainingsbetriebs. Dieser sollte auf dem Nachwuchs-Campus ab Montag wieder möglich sein.
Über die Ursache des Feuers verrät Stucki: «Der Brand muss vermutlich im Wellness-Bereich entstanden sein, aber die Ermittlungen laufen noch.»