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Super League Basel einmal mehr allein auf weiter Flur

Dank erfolgreicher Transferpolitik und beeindruckender Ruhe im Verein kann die nationale Konkurrenz dem FCB seit Jahren nicht mehr das Wasser reichen. Einen Wermutstropfen aber gibt es.

Legende: Video Dominanz und Konstanz: eine meisterliche Basler Saison abspielen. Laufzeit 2:12 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 30.04.2016.
  • Basel ist der nationalen Konkurrenz entwachsen – und ein Ende zeichnet sich nicht ab
  • Gewichtige Abgänge werden scheinbar mit spielerischer Leichtigkeit kompensiert
  • Nächste Saison spart Basel ohne Champions-League-Qualifikation Kräfte

Der FC Basel hat es diese Saison einmal mehr meisterlich verstanden, neue Kräfte perfekt ins Gefüge zu integrieren. Dabei war die Ausgangslage nach den Abgängen der Identifikationsfiguren Marco Streller, Fabian Frei und Fabian Schär keine einfache – doch die Basler Transferpolitik erwies sich einmal mehr als beeindruckend.

FCB-Goalgetter Marc Janko.
Legende: Schlug sofort ein FCB-Goalgetter Marc Janko. EQ Images

Mischung aus Routine und Jugend

Stürmer Marc Janko etwa wechselte ablösefrei von Sydney ans Rheinknie. Und der 32-jährige Österreicher wurde mit seiner Routine und Treffsicherheit schnell zum unverzichtbaren Wert. Auch der Isländer Birkir Bjarnason und der ehemalige GC-Verteidiger Michael Lang fanden ihre Rollen im FCB-Konzert schnell. Breel Embolo verzückte die Zuschauer im «Joggeli» immer wieder.

Beispiellose Ruhe in der Führung

Auch die Konstanz und Kompetenz in der Vereinsleitung sucht ihresgleichen. Nach Paulo Sousas Abgang holte man Urs Fischer – nicht zur Freude aller Fans. Auch zwei vermeintliche Missverständnisse hätten Unruhe stiften können: Shkelzen Gashi, letzte Saison noch Topskorer, suchte seine Rolle unter Fischer vergeblich – und verliess Basel im Februar Richtung USA. Zdravko Kuzmanovic, zunächst euphorisch in seiner alten Heimat empfangen, verschwand im Winter durch die Hintertür.

Dennoch wurde der 7. Meistertitel in Serie mit scheinbarer Leichtigkeit erreicht. «Rotblau» ist der nationalen Konkurrenz in verschiedener Hinsicht entwachsen – die 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen im Cup-Viertelfinal gegen Sion ist da eine der wenigen Ausnahmen.

Legende: Video Nach Out in Israel: Wunden lecken beim FCB abspielen. Laufzeit 3:49 Minuten.
Aus sportaktuell vom 26.08.2015.

International mit Steigerungspotenzial

Dagegen wurden dem FCB international die Grenzen aufgezeigt. In den Champions-League-Playoffs scheiterte Basel aufgrund der Auswärtstorregel an Maccabi Tel Aviv – und verpasste erstmals nach 3 Jahren in Serie die Gruppenphase der «Königsklasse». In der Europa League bedeuteten die Achtelfinals gegen Sevilla Endstation, nachdem man die Runde zuvor gegen St. Etienne noch mit Dusel überstanden hatte.

Nächste Saison steht Basel als Meister direkt in der Champions League. Dass die «Bebbi» sich damit im Juni und August voll und ganz auf die Meisterschaft statt auf Qualifikationsspiele konzentrieren können, dürfte die Konkurrenz noch mehr ins Schwitzen bringen.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Super League

11 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Meier, Altendorf
    Das Ganze ist halt eine Spirale ohne Ende - ein Teufelskreis für den Schweizer Fussball, eine Glücksspirale für den FCB: Mehr Geld generiert mehr Erfolg, generiert mehr Geld, generiert ... Wie sollen da andere Clubführungen mithalten? Ich bin zwar kein Freund von Playoffs wie im Eishockey, aber vermutlich wäre das die einzige Möglichkeit, diese unerträgliche Einclubshow wenigstens ab und zu zu stoppen.
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    1. Antwort von Markus Amstad, Frick
      @M.Meier, für den Cup gebe ich Ihnen recht, da macht es Sinn und gibt den sogenannt Kleinen auch eine Chance an einem Guten Tag zu gewinnen. Aber ein Meister sollte immer über eine ganze Saison erkoren werden, denn nur wer konstant gut ist sollte letztlich auch den Titel gewinnen, drum heißt es ja Meister. Sie haben schon recht, viel Geld kann den Erfolg ermöglichen, aber nicht garantieren, siehe England. Im übrigen, welcher Verein würde von der SFL sonst noch International in der CL bestehen?
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  • Kommentar von U.E.Romer, Zuerich
    Ist der FC-Basel so gut oder ist der Rest der Liga so schlecht? Ich mag den Basler ihr "Schlafwagen" Meistertitel gönnen. Gefordert ist die Verbandsspitze. Sie muss diesen Einbahnfussball verhindern sonst laufen ihnen die Zuschauer aus den Stadien. In Deutschland gibt es eine ähnliche Tendenz. Bayern München.
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  • Kommentar von Franz Bauer, Schaffhausen
    Ok, denke dass das Geld sicher eine Hauptrolle spielte in dieser FCB-Saison. Klar brachten auch Abgänge viel Geld ein, doch verfügt kein anderer SL-Clukb (auch nicht YB!) über solche Mittel (Oeri) wie der FCB... Denke auch nicht, dass sich die Basler am Ende über die Schiedsrichter beklagen könnten... Trotzdem ein auf spielerischer Ebene verdienter Meistertitel, das soll nicht infrage gestellt werden.
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    1. Antwort von Dome Dominic, Basel
      Gigi Oeri git scho lang kei Geld meh, FC Basel macht jedes Johr fast 10Mio. gwünn und nechst Johr gits 30Mio. CL und min. 30Mio. Embolo plus plus neue Rekordumsatz ca.120Mio.! Basel cha nüt defür das di andere Verein Vereinsführige nid fähig sin! Die sin halt Weltklass bim FCB! FCBasel Schweizer Meister 2010-2024 und Basel isch an GC verbi! So seht Zuekunft us!
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Zudem hat der FC Basel mit Abstand am meisten Besucher. Auch das bringt dem Club Geld.
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