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Constantin im Interview mit Radio RTS (franz.)
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Constantin äussert sich «Nicht alle meine Spieler sind Dummköpfe»

Sion-Präsident Constantin äussert sich bei RTS zum Entlassungsskandal. Und spart nicht mit Kritik an seinen Spielern.

Gleich 9 Spieler hatte Christian Constantin am Donnerstag fristlos entlassen. Darunter Topverdiener wie Pajtim Kasami. Diese Sion-Akteure hatten ein Ultimatum des Sion-Präsidenten verstreichen lassen. Constantin hatte gefordert, dass die Spieler zur Kurzarbeit einwilligen. Mit dieser wäre ein Maximallohn von 12'350 Franken im Monat einher gegangen.

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Massenentlassungen beim FC Sion
Aus sportflash vom 19.03.2020.
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In der Folge äusserten sich diverse Rechtsexperten. Lucien W. Valloni, Präsident der Spielergewerkschaft SAFP, meinte unmissverständlich: «Wir haben alle 9 Kündigungen als missbräuchlich zurückgewiesen.» Was die Situation grundlegend verändert: Am Freitagnachmittag nahm der Bundesrat eine Neuerung vor. Neu darf auch bei befristeten Arbeitsverträgen Kurzarbeit geleistet werden.

Nun bezog Constantin gegenüber RTS Stellung. Er macht klar: «Ich wusste bereits, als ich den Spielern das Angebot unterbreitete, dass die Kurzarbeit-Regelung kommen würde.» Einige Akteure hätten, unter Anführung der erfahreneren Teamkollegen, den Aufstand geprobt.

«Da nicht alle meine Spieler Dummköpfe sind, haben einige nicht mit den Älteren mitgezogen», erklärt Constantin.

Die Spieler verdienen etwa so viel wie zwei Krankenschwestern – ohne etwas zu tun.

Dass die Hochdotierteren im Team sein Angebot ablehnten, kann «CC» nicht verstehen: «Wenn ich ihnen sage, dass ihr Mindestlohn, ohne etwas zu tun, praktisch das Gehalt von zwei Krankenschwestern ist, die heute hart arbeiten, um Leben zu retten, dann ist vielleicht ein bisschen gesunder Menschenverstand gefragt.»

Ob Kasami, Johan Djourou, Seydou Doumbia und wie sie alle heissen eine Zukunft im Walliser Klub haben? Kaum vorstellbar, laut Constantin: «Es ergibt keinen Sinn, Spieler zu behalten, die sich nicht anstrengen wollen. Gerade zu diesem Zeitpunkt, wo sich alle anderen Menschen anstrengen müssen.»

SRF zwei, sportflash, 19.03.2020, 20 Uhr; pro

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Blaser  (PrCh)
    In so einer Zeit wie jetzt sollten die Fussballer wie wir normal Sterblichen entlohnt werden. Es ist eine Frechheit, dass all die Pfleger, welche 24/7 vollgas geben, einen Bruchteil von dem erhalten, was ein Fussballer (oder Sportler einer anderen beliebten Sportart) während der Kurzarbeit erhält. Und er geht auch kein Risiko ein!
    Aber ja ich weiss, das lässt sich wohl nicht ändern. Jetzt sieht man aber schön, für was all die überbezahlten Sportler gut sind wenns mal "brenzlig" wird ;-)
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  • Kommentar von Fabian Wenk  (FaweW)
    C.C stellt sich und seine Spieler in ein schlechtes Licht. Mit angeblich 1.5 Milliarden vermögen sollte er diese Löhne locker zahlen können. Respektive nicht dem Schweizer Staat auf der Tasche liegen!
    Wer investiert muss auch das Risiko tragen können. Den Gewinn kassieren sie auch alle selbst ein.
    Ansonsten zahlt das noch der Steuerzahler.
    Die Fussballer könnten als gutes Beispiel für alle vorangehen und auf Teile ihres Einkommens verzichten. Nicht für die Reichen sondern für das Volk.
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    1. Antwort von Fabian Wenk  (FaweW)
      Wenn ich hier die Kommentare lese, dann frage ich mich schon etwas....
      Würdet ihr das ok finden, wenn Jeff Bezos morgen sagen würde, meine Mitarbeiter sollen auf Lohn verzichten?
      Ich hätte auch Mühe, wenn ich wüsste, dass ich verzichte und mein Chef danach mit dem Geld in die Ferien (oder sonst etwas) geht/macht.
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  • Kommentar von Werner Blatter  (blatti)
    Alles nur Show und erst noch recht dürftig..... ich als nicht Fusballer merke gerade das es dem Steuerzahler dieses Landes jeden Tag an dem nicht gespielt wird auch keine Chaoten gibt die alles zerstören!
    Das erste mal in meinem Leben das ich eine Aktion von CC Top finde!
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    1. Antwort von Eva Waser  (Cat)
      @blatti. Stimmt so für mich. Er könnte ja die jeweils 2 Pflegefachfrauenlöhne pro entlassenen Spieler für das Gesundheitswesen einzahlen, damit mehr Kräfte rekrutiert werden können. Damit würde er gleich 2 Fliegen, nein 3 auf einmal schlagen: 1. Die Show aus der Dürftigkeit herausholen, 2. die Kohle in einen richtigen, sinnvollen Kanal pumpen und helfen und 3. seine soziale Intelligenz kennenlernen..
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