Zum Inhalt springen

Header

Video
Fassnacht über den Auftritt der Konkurrenz und YB in der Vorrunde
Aus Sport-Clip vom 14.12.2021.
abspielen. Laufzeit 28 Sekunden.
Inhalt

Der YB-Spieler im Interview Fassnacht: «Andere Teams machen ihren Job, wir unseren nicht»

Ein heftiger Zusammenprall mit GC-Spieler Toti Gomes sorgte am 6. November dafür, dass das Fussball-Jahr für Christian Fassnacht zu Ende ging. Der YB-Spieler erlitt einen Schläfenbeinbruch und wird frühestens zum Rückrunden-Start wieder für die Berner auflaufen können.

Aufgrund der Verletzung verpasste der 28-Jährige die entscheidenden Spiele mit den Young Boys in der Champions League und mit der Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation. Im Interview mit SRF spricht Fassnacht über seine Leidenszeit, die Form von YB und über den Wechselwunsch ins Ausland.

SRF Sport: Wie geht es Ihnen heute?

Christian Fassnacht: Um einiges besser, aber ich bin weit entfernt von der Normalität. Ich konnte wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen, muss aber einfach noch Geduld haben, bis der Bruch zusammenwächst. Der Rest braucht einfach Zeit. Vor allem, dass sich das Gehör vielleicht irgendwann wieder normalisiert.

Sie haben die entscheidende Phase in der Champions League verpasst. Wie sehr nagt das an Ihnen?

Champions League ist für einen Fussballer etwas vom Grössten. Aber ich wusste ja sofort, dass ich die Champions League streichen muss und konnte mich deshalb darauf einstellen. Aber wenn die Spiele laufen, ist es schon hart, zuschauen zu müssen.

Das hat mir im Herzen weh getan.
Autor: Christian Fassnacht über das Fehlen in der Nationalmannschaft

Auch für die Nationalmannschaft mussten sie passen.

Das hat mir im Herzen weh getan, weil es um die Entscheidung ging. Ich habe die Partien von zuhause aus mitverfolgt, habe herumgeschrien und bin herumgesprungen. Das waren unglaublich schöne Emotionen.

Video
Fassnacht über das Fehlen in der Champions League und in der Nati
Aus Sport-Clip vom 14.12.2021.
abspielen. Laufzeit 49 Sekunden.

YB ist in der Meisterschaft momentan in der ungewohnten Rolle des Jägers. Ist die Konkurrenz besser geworden?

Definitiv. Zürich ist super unterwegs. Auch Basel und Lugano spielten eine super Vorrunde. Aber es liegt hauptsächlich an uns. Die anderen Teams machen ihren Job, wir unseren nicht. So einfach ist das. Wir haben zu viele Punkte abgegeben, das müssen wir in der Rückrunde viel besser machen.

Viele Verletzungen sind auch vom Gegner verschuldet.
Autor:

YB beklagt eine lange Verletztenliste. Gibt es Gründe dafür oder ist es einfach Pech?

Ich habe mit Vincent Sierro noch gewitzelt und ihm gesagt, er solle aufpassen, weil es bei uns mit Fabian Lustenberger, David von Ballmoos, mir und jetzt auch Michel Aebischer immer die Captains erwischt. Aber die vielen Verletzungen sind schon speziell. Oft wurden sie auch vom Gegner verschuldet. Das ist schon hart. Die Verletzungen sind nicht entstanden, weil wir übermüdet waren.

Video
Fassnacht über die lange Verletztenliste bei YB
Aus Sport-Clip vom 14.12.2021.
abspielen. Laufzeit 48 Sekunden.

Inwiefern hat sich das Spiel unter dem neuen Trainer David Wagner verändert?

Nicht gross. Er hat eine etwas andere Philosophie, wir haben noch mehr Ballbesitz als unter Gerardo Seoane. Vorher schalteten wir schneller um. Aber wir sind praktisch das gleiche Team, es würde nicht viel Sinn machen, wenn er einen komplett anderen Fussball spielen lassen würde.

Sie wollten anfangs Saison zu Werder Bremen wechseln, der Deal kam nicht zustande. Waren sie frustriert?

Es wäre gelogen, wenn ich etwas anderes sagen würde. Aber ich bin mir bewusst geworden, was ich hier mit dem Schweizer Fussball, mit YB und der Nationalmannschaft habe. Ich kenne Fussballer, die im Ausland nicht happy geworden sind. Für mich müsste wirklich alles stimmen. Hier habe ich alles um mich herum, was ich brauche. Aber klar, mein Sportler-Herz möchte nach Höherem streben und irgendwann ins Ausland. Wir werden sehen, ob das noch Realität wird. Und ansonsten durfte ich eine sehr schöne Karriere in der Schweiz erleben.

Video
Heftiger Zusammenprall zwischen Fassnacht und Gomes
Aus Sport-Clip vom 06.11.2021.
abspielen. Laufzeit 38 Sekunden.

Das Interview führte Jan Weisstanner.

SRF zwei, Super League Goool, 12.12.2021, 18:00 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Marc Nager  (Manager)
    Wagner ist ganz eindeutig das Hauptproblem. Dieser Mann, der YB das Weiterkommen in der CL gekostet hat, hat keine geringste Ahnung von Fussball! Ohne seine dumme Fünferkette gegen Villareal, hätte man das Hin- und Rückspiel problemlos gewonnen. Auch Atalanta hätte man zuhause geschlagen, wenn da ein kompetenter Mann an der Seitenlinie stünde. Wagner hat YB 7 Punkte in der CL gekostet. Das heisst, man hätte mit 12 Punkten locker die KO-Phase erreicht. Weg mit diesem unfähigen Coach!
    1. Antwort von Mike Coxbig  (Mik3 Coxbig)
      Hätte hätte Fahrradkette...Hätte Basel 2006 nicht in der 93' ein Tor kassiert, hätten sie den Meisterpokal hochgestemmt. Hätte Maradona 1986 im Viertelfinal der WM den Ball nicht mit der Hand gespielt, hätte Argentinien vielleicht nicht den Titel geholt. Man muss manchmal gewisse Dinge so hinnehmen wie sie sind, weil man es sowieso nicht mehr ändern kann. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Wagner nicht vom selben Kaliber ist, wie die letzten YB-Trainer.
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Dass Wagner eine Fehlbesetzung ist, sieht die ganze Fussballschweiz. Dieser Mann hat YB ein Vermögen gekostet, weil er sich in der CL völlig vercoacht hat. Das darf einem Jungtrainer passieren, aber nicht dem Trainer des absoluten Ligakrösuses mit einem (für Schweizer Verhältnisse) Monsterbudget von geschätzten 45 Millionen Franken. Bin ich froh hatte Canepa für einmal ein gutes Händchen. Spycher hat bis anhin einen tollen Job gemacht, jetzt ist er gefordert,
  • Kommentar von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
    Herr Hansen Sanogo ist längst Geschichte,wir haben Saison 2021/22!Ja mit dem Ellbogen haben sie recht,habe mich wegen diesen Unsportlichkeiten auch immer aufgeregt.Leider wird es immer schlimmer mit diesen Ellenbogen Check‘s,im ganzen Fussball.Verantwortliche sind gefordert.Auf dem Platz alle 4 Schiedsrichter + der VAR!Dazu die Verbände wo über Sportgerichte ihrerseits diese unfairen Spieler viel länger aus dem Verkehr ziehen sollten und mit viel höheren Bussen belegen müssen!Wäre Gerechtigkeit.
  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Liebes SRF: Wenn die Schlagzeile in einer Frage endet, ist es einfach nutzlos, wenn der Leser nicht mehr seine eigene Ansicht, seinen Kommentar dazu betragen kann/darf. Hier sind meine Bemerkungen deplaziert, wo kann ich, und bin längst nur ich, mich hier noch äussern? Schade, die SRF-News-App wird dadurch im digitalen Zeitalter sehr entbehrlich. Dabei hatte ich vorher das etwas gehobene Niveau der Kommentierden durchaus geschätzt. Gruss