Es war ein neuer Super-League-Rekord – und ein weiteres Musterbeispiel in Sachen Effizienz. Zum 4. Mal in Folge gewann Lugano am Sonntag ein Spiel mit 1:0. Das ist in der höchsten Schweizer Liga noch nie einem Team gelungen.
Einmal mehr war es Renato Steffen, der den Unterschied machte. Der 1,7-Meter-Mann stieg im Strafraum am höchsten und köpfelte gegen YB spät zum Sieg ein (84.). Der Routinier befindet sich in überragender Form. In den letzten 10 Liga-Spielen sammelte er starke 7 Skorerpunkte (5 Tore).
Sion beendete FCSG-Spitzenserie
Ausgerechnet jetzt trifft Steffen am Wochenende auf seinen Lieblingsgegner St. Gallen. Gegen kein Team in der Super League erzielte der wirblige Offensivspieler in der Vergangenheit mehr Tore (9).
Die Ostschweizer haben zwar letzten Sonntag beim 0:3 gegen Sion ihre letzten (klitzekleinen) Meisterhoffnungen begraben müssen, befinden sich aber dennoch in einer beneidenswerten Form. Vor der Pleite waren die St. Galler nämlich 14 (!) Spiele in Folge ungeschlagen geblieben – Vereinsrekord.
Ziel Nr. 1: Europacup sichern
Nun kommt es zum Direktduell der punktgleichen ersten Anwärter auf Platz 2. Gleichzeitig messen sich im bald ausgedienten Cornaredo am Sonntag das beste Heimteam (Lugano) mit dem besten Auswärtsteam (St. Gallen) dieser Saison – Meister Thun jeweils ausgenommen.
Neben dem Rennen um die Vize-Meisterschaft geht es auch darum, den für die Qualifikation zur Conference League berechtigenden 2. oder 3. Platz zu halten. Allerdings droht von hinten nicht unmittelbare Gefahr: Sion auf Rang 4 liegt 3 Runden vor Schluss 5 Punkte zurück.