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Super League Drei Spielsperren gegen Bürki verärgern GC

Der Disziplinarrichter der Swiss Football League hat GC-Keeper Roman Bürki wegen grober Unsportlichkeit für 3 Spiele gesperrt. Die Grasshoppers bezeichnen das Urteil als «Skandal» und erwägen rechtliche Schritte.

Legende: Video «Die beanstandete Aktion von Buerki» abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Vom 25.04.2013.

Der Disziplinarrichter taxierte ein vom Schiedsrichter nicht geahndetes Einschreiten von GC-Torhüter Bürki gegen Luzerns Pajtim Kasami im Spiel vom vergangenen Sonntag (1:1) als grobe Unsportlichkeit. Der Zürcher Schlussmann traf den Luzerner bei einem Sprung in die Luft mit dem Fuss an Schulter und Hals.

In Kompetenz des Schiedsrichters eingegriffen?

Die Grasshoppers bezeichneten die drei Spielsperren gegen Bürki als «skandalösen Präzedenzfall» und «Verfälschung der Meisterschaft». Aufgrund der Körperhaltung sei es Bürki gar nicht möglich gewesen, gezielt eine Attacke auf Kasami zu verüben, argumentierte GC. «Der Schiedsrichter pfiff die fragliche Situation nicht als Foul ab. Mit dem Entscheid greift die Liga in die Kompetenz des Schiedsrichters ein, indem sie dessen Tatsachenentscheid abändert.»

Eine der drei Spielsperren wird Bürki auf jeden Fall am kommenden Samstag gegen Thun absitzen. Gegen die weiteren Sperren kann GC innerhalb von 2 Tagen eine schriftliche Beschwerde einreichen. Der Rückstand der Zürcher auf Leader Basel beträgt aktuell 3 Punkte.

35 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Fankhauser, Winterthur
    Für mich war das klare Absicht. Mich stört generell, wie im Fussball ständig versucht wird den Gegner zu verletzen.. ohne rot zu kriegen natürlich. Offenbar wird das von den Obrigkeiten gewollt, den die Regeln lassen das ja zu. Bürkis Rechtfertigung (..TW muss sich schützen) finde ich dreist und einfach nur feige! Aber ein Torwart der sich so verhält wird seine Quittung schon noch kriegen. Ich hoffe für Kasami dass er keine HWS-Probleme davonträgt.
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  • Kommentar von Dieter Lohmann, Basel
    Ich kann die Reaktion von GC gut verstehen: 1. Dieses Urteil ist ein fragwürdiger Präzedenzfall. Es wurde ein klarer Tatsachenentscheid des Schiedsrichters abgewandelt. 2. Bürki eine absichtliche Tätlichkeit zu unterstellen ist fragwürdig. Sein Blick ist während der gesamten Aktion auf den Ball und nicht auf Kasami gerichtet, was klar gegen Absicht spricht. 3. Die Berichterstattung vom SRF war aus meiner Sicht tendenziös einseitig und wenig professionell in der Wortwahl.
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  • Kommentar von fifi, Burgdorf
    Es ist definitiv keine natürliche bewegung. Aber 3 Sperren finde ich doch etwas hart(und das als FCB anhänger) Jedoch war es schon immer so, dass bei groben fouls/tätlichkeiten, die vom Schiri nicht gesehen/geahndet wurden, im nachhinein Sperren erteilt wurden. Und wenn Yann Sommer 3 Sperren erhalten sollte, würde ich auch Vailati oder Salvi voll und ganz Vertrauen. Fussball ist immernoch ein Teamsport, Bürki kann seinen Kasten auch nicht alleine sauber halten.
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