Die bereits begonnenen Feierlichkeiten in Thun werden in den kommenden Tagen ihre Fortsetzung finden. Ausgerechnet nach dem Duell mit dem lange übermächtig erscheinenden Kantonsrivalen YB am Donnerstagabend wird dem FC Thun der Meisterpokal überreicht. Bereits in der vorletzten Runde, da die Thuner zum Abschluss auswärts antreten.
Der Zufall des Spielplans wollte es, dass in fast allen Fällen seit Gründung der Super League 2003/04 der Pokal im letzten Spiel im eigenen Stadion übergeben werden konnte. Nur zwei Klubs stemmten die Trophäe auswärts in den Himmel – und zwar jeweils nach einer «Finalissima»: 2006 der FC Zürich in Basel und 2010 der FC Basel in Bern.
YB jubelte 2021 vor nur 100 Fans
Die einzige Ausnahme bildet der Titel der Young Boys im Jahr 2021: Damals nahm der Klub die 13 Kilogramm schwere Auszeichnung in der zweitletzten Runde im Heimspiel entgegen. Dies geschah allerdings aufgrund der Corona-Einschränkungen vor nur 100 Fans. Diese Übergabe fand statt, weil YB nach der 34. Runde bereits fix als Meister feststand. Das ist die Voraussetzung für eine Übergabe in der zweitletzten Runde, wenn es sich um ein Heimspiel handelt.
Am Freitag findet in Thun dann die offizielle Meisterfeier statt. Geplant ist ein Umzug vom Stadion in Richtung Innenstadt, wo auf dem Stadthofplatz der erste Meistertitel der Klubgeschichte gefeiert wird.