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Staubli: «Brauche eine gewisse Grundanspannung»
Aus Sport-Clip vom 12.09.2021.
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Erste Frau seit Petignat 2008 Staubli über Super-League-Debüt: «Ein normales Spiel»

Mit Esther Staubli pfiff am Samstag bei Luzern - GC erstmals seit 13 Jahren wieder eine Frau ein Super-League-Spiel.

Es hat lange gedauert. Doch nach Vorreiterin Nicole Petignat, die Ende der 90er-Jahre den Anfang gemacht hatte, pfiff nach einer Pause von fast 13 Jahren wieder einmal eine Frau ein Super-League-Spiel. Esther Staubli erledigte ihre Aufgabe beim 1:1 zwischen Luzern und GC am Samstag tadellos.

Das überrascht nicht: Die Bernerin ist in der Schiedsrichter-Gilde längst etabliert. Seit Jahren arbitriert sie in der Women's Super League. Im professionellen Männerfussball gelangt sie bereits seit 2014 in der Challenge League zum Einsatz.

Nüchterne Nachbetrachtung

«Jetzt war der richtige Moment. Wir haben als Schiedsrichter-Team in letzter Zeit gute Spiele gemacht und ich habe ein gutes Umfeld, das mich unterstützt», sagt Staubli gegenüber SRF. Ihr Debüt will sie nicht grösser machen, als es aus ihrer Sicht war. «Es war ein relativ normaler Match. Im Grundsatz bin ich zufrieden.»

Die 41-Jährige ist es sich gewohnt, unter einem gewissen Druck zu stehen. Auf internationaler Ebene hat sie nämlich einiges mehr vorzuweisen als manch männlicher Kollege.

Zuletzt war sie in Tokio bereits an ihren zweiten Olympischen Spielen dabei. In ihrem Palmarès stehen ausserdem zwei Champions-League-Finals bei den Frauen (2010 und 2015), die Weltmeisterschaften 2015 und 2019 und die Europameisterschaft 2017.

Gomes und Ugrinic zu Recht verwarnt

In der Super League der Männer, wo sie sich bisher mit der Rolle als VAR vor dem Bildschirm in Volketswil begnügen musste, ist sie am Samstag definitiv angekommen. Eine knifflige Situation nach einem Gerangel zwischen GC-Verteidiger Toti Gomes und Luzerns Filip Ugrinic bewältigte sie souverän, verwarnte die beiden Streithähne und liess sich von der aufgeheizten Stimmung im Luzerner Stadion nicht beeindrucken.

«Das ist ein Teil des Spiels, das gehört dazu. Ich kann gewisse Dinge relativ gut nachempfinden, weil ich selber einmal Fussball gespielt habe. Ich war auch nicht immer die Einfachste», so Staubli, die einst in der NLA bei Rot-Schwarz Thun engagiert war. Ugrinic etwa sei hoch anständig geblieben, obwohl er seine Enttäuschung über die Sperre nicht ganz verbergen konnte.

Nicole Petignat übrigens zeigte sich von ihrer «Nachfolgerin» begeistert. Die Westschweizerin habe sich vor und nach dem Spiel gemeldet und ihre Glückwünsche übermittelt. Weshalb Staubli im Rückblick dann doch noch zum Schluss kommt: «Es war schon etwas Spezielles.»

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Staubli über Petignats Nachrichten
Aus Sport-Clip vom 12.09.2021.
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Radio SRF 3, 11.9.2021, 08:40 Uhr;

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