Wenig passt in dieser Saison bei den Grasshoppers zusammen. Am letzten Sonntag brachten es die Zürcher im Heimspiel gegen Servette (0:2) gar zustande, erstmals in dieser Spielzeit kein einziges Mal aufs gegnerische Tor zu schiessen.
Trotzdem traf ein GC-Spieler: Der nur 7 Minuten zuvor eingewechselte Maximilian Ullmann lenkte eine Hereingabe unglücklich ins eigene Tor ab (33.) und markierte so das wegweisende 0:1. Die Zürcher Baisse auf den Punkt gebracht.
Mit nur 27 Punkten nach 35 Spielen spielt GC die zweitschlechteste Saison seiner Super-League-Geschichte. 2018/19 waren es zum gleichen Zeitpunkt 24 Punkte, was am Ende zum Abstieg führte.
Zum Siegen verdammt
Diesen wollen die Grasshoppers diesmal natürlich verhindern. Dafür holten sie Peter Zeidler als Feuerwehrmann ins Boot. Der Super-League-Rekordtrainer (275 Spiele) wird für die letzten Partien an der Seitenlinie stehen.
Ob auf die letzten 3 Liga-Spiele noch 2 Barrage-Auftritte folgen, könnte sich schon am Samstag entscheiden. Ausgerechnet im 294. Stadtderby muss GC dringend gewinnen, um sich die kleine Chance auf den fixen Ligaerhalt zu wahren.
Mit einem Dreier würde der Rückstand auf den FCZ aber immer noch 5 Zähler betragen – bei 2 ausstehenden Spielen. Immerhin ist aus GC-Sicht auch der direkte Abstieg eher unwahrscheinlich, das taumelnde Schlusslicht Winterthur liegt 7 Punkte zurück.
Derby-Bilanz zugunsten des FCZ
Die Vorzeichen im Duell der formschwachen Zürcher Stadtklubs sprechen leicht für den FCZ. Dieser konnte satte 9 der letzten 12 Derbys für sich entscheiden (bei 2 Niederlagen).
Allerdings gewann der aktuell beste der drei Zürcher Klubs im Oberhaus nur eines seiner letzten 9 Liga-Spiele. Bei GC resultierte ein Sieg aus den letzten 8 Partien – es ist auch etwas Not gegen Elend in Zürich.