«Es sind noch 48 Punkte zu holen, der Meistertitel ist noch weit weg», sagte Mauro Lustrinelli nach dem 2:1-Sieg seiner Thuner gegen Basel. Damit hat er recht. Doch nach 22 gespielten Runden lohnt sich ein Blick in die Statistikbücher.
9 Punkte trennen die Berner Oberländer derzeit vom ersten Verfolger Lugano. Ein solcher Vorsprung eines Leaders zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft wurde seit Einführung der Super League in der Saison 2003/04 noch nie verspielt. Selbst wenn St. Gallen das Nachtragsspiel gegen Winterthur gewinnen sollte und auf 8 Punkte herankäme, sprechen die Zahlen immer noch klar für den Aufsteiger.
Meister zeichnet sich in der Regel früh ab
Nur dreimal wurde der Tabellenführer bei 16 ausstehenden Runden am Ende nicht Meister: 2019/20 zierte St. Gallen punktgleich mit YB die Spitze, musste die Berner dann aber davonziehen lassen. 2012/13 sowie 2009/10 konnte Basel jeweils einen Rückstand von 4 Punkten gegenüber GC respektive YB noch aufholen und holte sich in beiden Fällen mit einem Vorsprung von 3 Punkten den Titel.
Viel eher die Regel ist, dass sich der Meister in der Super League früh herauskristallisiert und dann ungefährdet bleibt. So war es auch beim letzten überraschenden Titelträger: Der FCZ war 2021/22 wie Thun jetzt 16 Runden vor Schluss 9 Punkte voraus, marschierte dann durch und baute den Vorsprung bis zum letzten Spieltag auf 14 Zähler aus.
Letzte drei Meister mit schlechterem Punkteschnitt nach 22 Runden
Auch der Punkteschnitt der Thuner (2,2 pro Spiel) kann sich sehen lassen. Der amtierende Meister Basel hatte in der letzten Spielzeit zum gleichen Zeitpunkt nur 40 Zähler auf dem Konto, beim aktuellen Spitzenreiter sind es bereits 49. Bei YB waren es in den Meisterjahren 2023 und 2024 nach 22 absolvierten Spielen jeweils 47.