Das Schlimmste aus Sicht von Servette ist am späten Donnerstagabend eingetroffen. Die Genfer unterlagen Schachtar Donezk in einem zähen und kräfteraubenden Playoff-Rückspiel zur Conference League mit 1:2 nach Verlängerung. Damit ist der Zweite der letzten Super-League-Saison in sämtlichen Europacup-Qualifikationen gescheitert – die Genfer waren zuvor schon in der 2. Quali-Runde zur Champions League und der 3. Quali-Runde zur Europa League rausgeflogen.
«Wir sind sehr frustriert», waren wenig überraschend die ernüchternden ersten Worte von Servette-Trainer Jocelyn Gourvennec nach Spielschluss im Stade de Genève. Die Calvinstädter kommen damit in der neuen Saison weiterhin nicht richtig in Fahrt – trotz Trainerwechsel. Auch das 5:0 im Schweizer Cup beim Fünftligisten Dardania Lausanne – der erste und bislang einzige Sieg unter Gourvennec in 4 Spielen – verschönert diesen Saisonstart nicht.
Gute Erinnerungen an Luzern
Trotzdem gibt es auch Licht am Ende des Tunnels. So erklärte Gourvennec nach dem Europacup-Out am Donnerstag: «Wir waren sehr mutig während der 120 Minuten. Ich bin zufrieden damit, wie meine Mannschaft gespielt hat.» Tatsächlich verlangten die Genfer ihrem favorisierten Gegner aus Donezk alles ab. Zum wiederholten Mal hatten sie erst auch in Führung gelegen, diese jedoch nicht verwalten können.
Servette kann sich nun neben dem Cup voll auf die Super League konzentrieren. In dieser soll endlich im 4. Anlauf der erste Sieg her. Am Sonntagnachmittag gastiert der FC Luzern in Genf – ein Mutmacher? Immerhin verlor Servette keines der letzten 6 Duelle mit den Innerschweizern. Die letzte Heimniederlage gegen den FCL datiert sogar vom 12. März 2023.