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Nach fixem Abstieg bedient Winterthurer aufgewühlt: «Der könnte auch 4 Meter daneben gehen»

Die Akteure des abgestiegenen Winterthurs zeigen Emotionen und hadern mit dem Schicksal.

Er rang nach Worten, musste sich mehrere Sekunden lang abwenden und mit den Emotionen kämpfen: Pajtim Kasami nahm der fixe Abstieg Winterthurs aus der Super League deutlich und augenscheinlich mit.

«Es tut unglaublich weh», so der ehemalige FCW-Junior, auf seinen Karriere-Herbst hin letzten Sommer zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Es sei umso schlimmer, weil es «in den letzten Spielen eine positive Entwicklung gab».

Doppelter Kasami im «Heimspiel»

Tatsächlich hatte es Winterthur in den Wochen vor dem Showdown gegen GC geschafft, den Rückstand auf die Zürcher zu minimieren. Mit einem Sieg im Letzigrund am Dienstagabend hätte die Hypothek vor der letzten Runde nur noch 1 Zähler betragen.

Ausgerechnet Routinier Kasami nährte die Hoffnungen im grossen Stil, brachte die Gäste bis zur 10. Minute mit 2:0 in Führung. Die mitgereisten Winterthur-Fans trugen ihren Teil dazu bei, oder wie es Kasami ausdrückte: «Es war wie ein Heimspiel heute. Und das ist nicht selbstverständlich in der Schweiz.»

Winterthur: Partie eigentlich im Griff

Doch drei GC-Tore innert 10 Minuten brachten in der 2. Halbzeit die Wende zu Ungunsten der Winterthurer, die einen Sieg gebraucht hätten und am Ende 2:3 unterlagen.

Das war symptomatisch: Ein Weitschuss, der abgelenkt wird. Er hätte auch vier Meter daneben gehen können.
Autor: Patrick Rahmen Winterthur-Trainer

«Wir geben in gewissen Spielphasen zu viel her», analysierte Trainer Patrick Rahmen im Anschluss. Für den 57-Jährigen ist allerdings klar: «In der Phase, als sie das 1:2 erzielen, haben wir das Spiel völlig im Griff.»

Rahmen, der dafür seine Emotionen in den 90 Minuten in Zürich nicht immer im Griff hatte, haderte auch mit dem 2:2. «Das war symptomatisch: Ein Weitschuss, der abgelenkt wird. Er hätte auch vier Meter daneben gehen können. Solche Situationen gibt es oft, es muss nicht unbedingt gleich ein Tor daraus entstehen.»

Der FCW-Trainer ist ungeachtet des Abstiegs stolz auf sein Team: «Wir haben uns trotz Rückschlägen immer wieder zusammengerauft, uns gegenseitig solidarisch unterstützt und sind so (in der Tabelle, d. Red.) zurückgekommen.» Gereicht hat das am Ende nicht.

Super League

SRF zwei, Super League – Highlights, 10.5.26, 19:00 Uhr ; 

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