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Noch ungeschlagen Lugano nach 19 Jahren zurück auf dem Leaderthron

Lugano führt die Tabelle der Super League überraschend an. Die Tessiner haben sich die Tabellenführung dank geschickten Transfers erarbeitet.

Lugano-Spieler
Legende: Wie lange geht der Lauf weiter? Der FC Lugano steht an der Spitze. Keystone

Die Young Boys, Basel und St. Gallen: Wenn von den Favoriten auf den Meistertitel gesprochen wird, fallen mehrheitlich die gleichen Namen. Doch der FC Lugano fehlt. Dabei haben die Luganesi mit dem 1:0-Sieg auswärts bei Lausanne erstmals nach 19 Jahren wieder die Führung in der Super League übernommen.

Nach sechs Partien hat das Team von Trainer Maurizio Jacobacci drei Siege und drei Unentschieden auf dem Konto. Keine überragende Bilanz, aber da die oben genannten Favoriten immer wieder Federn liessen, reichen die 12 Punkte zur Tabellenführung (punktgleich mit Meister YB).

Video
Archiv: Lugano siegt in Lausanne knapp
Aus Sport-Clip vom 07.11.2020.
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Jacobacci mit ungewöhnlichem Vertrag

Luganos Präsident Angelo Renzetti ist eigentlich für seine impulsiven Handlungen und häufigen Trainerwechsel bekannt. Nun scheint er mit Jacobacci aber einen idealen Übungsleiter gefunden zu haben. Der 57-Jährige ist seit etwas mehr als einem Jahr im Amt, führte die Tessiner in der letzten Saison auf den fünften Rang.

Dabei hat Jacobacci für einen Trainer kein normales Arbeitspapier. «Ich habe einen unbefristeten Vertrag mit zwei Monaten Kündigungsfrist», sagte er im Juli zum Blick. Da der Präsident den Klub verkaufen wolle, hätte Renzetti den Vertrag nicht befristet verlängern wollen.

Renzettis kreative Transfers

Für seine erste komplette Saison als Lugano-Trainer hat ihm Renzetti, der als Präsident für Transfers zuständig ist, neben dem bestehenden Mannschaftsgerüst einige vielversprechende Spieler zur Verfügung gestellt.

So hat sich etwa Adrian Guerrero auf der Position des linken Aussenverteidigers festgespielt. Der 22-jährige Spanier wechselte ablösefrei von der zweiten Mannschaft des FC Valencia nach Lugano.

Ein weiteres Beispiel für die kreativen Transfers ist Sebastian Osigwe. Der Keeper kostete ebenfalls keine Ablöse, da sein Vertrag beim SC Kriens auslief. Der 26-Jährige ersetzte den verletzten Stammgoalie Noam Baumann in den ersten vier Partien vorzüglich, muss sich nun aber mit der Ersatzbank begnügen.

Vom Jäger zum Gejagten: Eine ungewohnte Rolle für die «Bianconeri». In dieser werden sie erstmals am nächsten Sonntag beim Gastspiel in Genf bei Servette zu sehen sein.

Radio SRF 1, Bulletin von 20:30 Uhr, 07.11.2020;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Erfreulich für den CH Fussball, dass mit Lugano wieder ein Tessiner Fussball Club Top ist!
    Schon früher waren die Bianco Neri für jeden Gegner im Cornaredo eine harte Nuss!
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  • Kommentar von Tom Martins  (tom.martins)
    Ein Highlight für Lugano Fans. Wird aber nicht lange dauern und die kämpfen wieder um den Abstieg. (Meine persöhnliche Meinung)
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Martins, wann hat Lugano letztmals gegen den Abstieg (nicht um den Abstieg) gekämpft? Antwort: Nach dem Aufstieg wurde Lugano in der Saison 2015/16 9. in der Super League und konnte sich knapp retten. In den folgenden Jahren aber gab es folgende Ränge: 3 / 8 (keine Barrage und guter Punktevorsprunf auf den 10. Platz) / 3 / 5. Ihre persönliche Meinung beruht also nicht auf Fakten. Ausserdem spielt die aktuelle Mannschaft Luganos gut und effektiv, weshalb ein möglicher Abstieg weit weg ist.
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