- St. Gallen schlägt GC zuhause dank einer Barnetta-Doublette mit 2:1.
- Damit erfüllen die Ostschweizer die kreativen Forderungen ihrer Fans.
- YB entscheidet derweil den Spitzenkampf gegen Thun mit 4:1 für sich.
Er stand auf dem Abstellgleis. Zu langsam, zu wenig dynamisch sei er für die aktuelle Ausrichtung des St. Galler Fussballs. Tranquillo Barnetta, der nach steter Pendelei zwischen Bank und Tribüne erst 18 Minuten in der Super League absolviert hatte, hat seine Kritiker Lügen gestraft. Mit 2 Toren war er der gefeierte Mann im kybunpark bei St. Gallens 2:1-Sieg über GC.
Forderung der Supporter erfüllt
Auf kreativem Wege hatten die Fans des FC St. Gallen vor der Partie gezeigt, was sie von ihrem Team gegen GC erwarteten: ein bisschen mehr. In diesem Falle ein paar Punkte mehr. Nur 2 Spiele hatten die Ostschweizer seit Februar vor eigenem Anhang gewonnen, blieben seit einem halben Jahr zuhause nicht mehr ohne Gegentor.
Zumindest die Hoffnung auf ein Ende der beunruhigenden Gegentor-Serie starb bereits nach einem Eckball in der 22. Minute. Vom aufgerückten GC-Verteidiger Jean-Pierre Rhyner massgeblich gestört, spedierte Vincent Sierro die Kugel per Kopf ins eigene Tor. In einer ereignisarmen Hälfte blieb es bei dem einen Treffer.
... und dann kam Barnetta
«Ä bizeli meh» gab es dennoch. Nach dem Seitenwechsel traten die «Espen» wie verwandelt auf. Und vor allem: mit Tranquillo Barnetta. Die lebende Legende der Ostschweizer zog fortan die Fäden im Mittelfeld, von mangelnder Dynamik keine Spur. So war es auch «Quillo», der mit einem schönen Flugkopfball (60.) den Ausgleich herbeiführte. Nassim Ben Khalifa hatte die schöne Vorarbeit geliefert.
Die Stimmen zum Spiel
18 Minuten später war es abermals Barnetta, der dem Heimteam einen der seltenen Jubelmomente bescherte. Das Zuspiel von Andreas Wittwer versenkte er trocken im kurzen Eck. Und setzte damit den Schlusspunkt unter eine Geschichte, wie sie nur der Fussball schreibt. Denn ein harmloses GC war in der Folge nicht mehr imstande, das Happy End aus FCSG-Sicht abzuwenden. Die Zürcher brachen einmal mehr in Halbzeit 2 ein: 15 der 18 kassierten Gegentore fielen nach dem Seitenwechsel.
Super League
Sendebezug: SRF 3, Abendbulletin, 29.9.2018, 20 Uhr