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Super League Schwere Knieverletzung bei Yapi bestätigt

Die ärztliche Diagnose hat wie befürchtet eine schwere Knieverletzung bei Gilles Yapi ergeben. Der FCZ-Spieler zog sich bei der Attacke von Aaraus Sandro Wieser unter anderem einen Kreuz- und Innenbandriss zu.

Legende: Video FCZ-Präsident droht mit Strafanzeige… abspielen. Laufzeit 2:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.11.2014.

Wie die Zürcher am Montag mitteilten, wurde das rechte Knie von Gilles Yapi schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das vordere Kreuz- und Innenband sind gerissen, von einem Meniskusschaden und weiteren Verletzungen ist im Communiqué die Rede.

Aufgrund der vorhandenen Hautschürfungen könne die notwendige Operation voraussichtlich erst nächste Woche durchgeführt werden. Wie lange Yapi ausfallen wird, könne noch nicht abgeschätzt werden.

Legende: Video Wiesers Foul an Yapi abspielen. Laufzeit 0:31 Minuten.
Vom 09.11.2014.

Wieser droht längere Sperre

Der 32-jährige Ivorer war am Sonntag nach einer Attacke von Aarau-Spieler Sandro Wieser in der 19. Minute umgehend in die Hirslanden-Klinik in Zürich eingeliefert worden. Wieser hat sich mittlerweile öffentlich entschuldigt.

Die Swiss Football League teilte mit, sie ziehe eine längere Sperre gegen Wieser in Betracht. Der für das Verfahren zuständige Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen, der gemäss Reglement maximal 4 Spielsperren aussprechen kann, hat nun entschieden, die Unterlagen an die Disziplinarkommission der SFL zu überweisen. Er ist der Ansicht, dass sein Handlungsspielraum für ein angemessenes Strafmass überschritten werden könnte.

Sportjurist nimmt zu allfälliger Anzeige Stellung

FCZ-Präsident Ancillo Canepa kündigte unmittelbar nach der Partie an, er werde gegen Wieser Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung einreichen. Gemäss Sportjurist Marco Del Fabro sei in solchen Fällen in der Regel die Verbandsjustiz zuständig. «Bei brutalen Fouls mit Verletzungsfolgen kann aber auch der Strafrichter aktiv werden», so Del Fabro. Eine Anzeige habe durchaus Chancen.

Sendebezug: Regionaljournal ZH, 10.11.2014 17:30 Uhr

27 Kommentare

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  • Kommentar von Jesse, Kally-Williams, Muttenz / BL
    Fussball ist eigentlich nur ein Spiel, egal ob das Spiel heute ein Milliardengeschäft ist. Was Fussball besonders macht, ist dass es eine Kunst ist-- „The beautiful game“. Gewiss, zu gewinnen ist wichtig, aber fair gewinnen. Die Fans wollen den Kunstaspekt auch geniessen. Darum bleiben Spieler wie Pelé, Garrincha, Maradona, Zidane, Ronaldo, Zico, Romario und andere immer noch Vorbilder. Was Sandro Wieser gemacht hat, heisst: ein mögliches Karrieren-Ende für Yapi. Das ist hoch primitiv.
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  • Kommentar von Meier, Root
    Ich finde es ist ein grobes Foul, aber es passieren so viele grobe und unschöne Fouls im Sport (nicht nur im Fussball) und es werden auch nicht alle bestraft. Für den FCZ fällt ein wichtiger Spieler für lange Zeit aus, aber für den JUNGEN Sandro Wieser kann so die ganze Karriere zerstörrt werden. Er hat sich offiziell entschuldigt und auch noch in der Garderobe bei Yapi selber. Er soll seine Spielstrafen absitzen, aber den Sport vor das Gericht ziehen, finde ich persönlich übertrieben.
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  • Kommentar von Styger Reini, 8572 Berg TG
    Die Tat von Sandro Wieser ist mindestens grobfahrlässig, eher vorsätzlich, ja kriminell und durch nichts zu entschuldigen. Er gehört für sehr lange aus dem Verkehr gezogen und zivilrechtlich bestraft. Sehr schwach war auch das Verhalten des Sportchefs des FC Aarau anlässlich eines Interviews am Fernsehen. Das Schönreden des Spielers und kein Wort des Bedauerns seitens des Vereins passen gleichermassen zum Bild des FC Aarau wie die Aussagen des Trainers nach Spielschluss. Allertiefstes Niveau!
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