- Winterthur und Servette trennen sich in der 28. Runde der Super League 1:1.
- Das Schlusslicht punktet nach zuvor 5 Niederlagen in Serie wieder, die Genfer spielen zum 5. Mal in Folge unentschieden.
- Die Genfer finden erst nach Mirlind Kryezius Platzverweis ins Spiel und kommen durch Florian Ayé spät zum Ausgleich.
Es waren turbulente Minuten, die der FC Winterthur nach dem Seitenwechsel gegen Servette erlebte. Nachdem sich der Gastgeber im ersten Durchgang für einen animierten Auftritt nicht hatte belohnen können, klappte es in der zweiten Hälfte gleich auf Anhieb.
Nach einem langen Abschlag von Goalie Stefanos Kapino standen sich die Servette-Verteidiger Steve Rouiller und Yoan Severin in der 54. Minute gegenseitig im Weg. Der Ball sprang zwischen den beiden hindurch in die Füsse von Roman Buess, der nicht lange fackelte und von der Strafraumgrenze wuchtig zum 1:0 traf.
Servette dreht nach Kryeziu-Platzverweis auf
Der Treffer schien die Winterthurer zu beflügeln. Nur vier Minuten nach Buess' Tor vergab Pajtim Kasami eine vielversprechende Chance auf das 2:0. Doch die Sturm-und-Drang-Phase der Hausherren endete in der 63. Minute abrupt. Mirlind Kryeziu traf Samuel Mraz beim Versuch, den Ball zu spielen, mit dem gestreckten Bein und wurde von Schiedsrichter Sandro Schärer umgehend mit glatt Rot vom Platz gestellt.
Der zumindest diskutable Entscheid spielte den Genfern in die Karten. Servette übernahm das Zepter und kontrollierte fortan weitestgehend das Spielgeschehen. Zwingende Chancen erspielte sich das Team von Jocelyn Gourvennec zunächst aber nicht. Das mangelnde Selbstvertrauen war den Genfern anzumerken, etwa als sie den Ball bei einem vielversprechenden 4-gegen-1-Konter in der 78. Minute bei erster Gelegenheit vertändelten.
Ayé mit dem 1:1
Rund eine Zeigerumdrehung später fiel der Ausgleich dann doch noch. Joker Florian Ayé ging bei einer Flanke im Strafraum vergessen und traf per Ablenker lässig zum 1:1. Servette witterte plötzlich seine Siegchancen – und kam in der 83. Minute beinahe zum Führungstor. Einen Schuss Miroslav Stevanovics konnte Remo Arnold mit der Brust allerdings abblocken.
Es sollte die letzte gefährliche Genfer Chance bleiben. Nicht aber die letzte des Spiels. Kurz nach Anbruch der Nachspielzeit lief Andrin Hunziker plötzlich frei auf Joël Mall zu und brachte den Ball im Tor unter. Der Jubel währte aber nur kurz, da der Stürmer hauchdünn im Abseits stand. So blieb es beim 1:1, das beiden Teams in der aktuellen Tabellensituation kaum weiterhilft.
Winterthur startet besser
In der ersten Halbzeit war Winterthur das aktivere Team gewesen. Servette bekundete mit dem schwer bespielbaren Terrain auf der Schützenwiese offensichtlich Mühe. So hielten die Hausherren im ersten Durchgang auch mehr den Ball – und konnten sich damit auch Chancen erarbeiten. Gleich in der zweiten Minute scheiterte Hunziker etwa aus kurzer Distanz an Mall, nachdem sich Nishan Burkart zuvor auf der linken Seite durchgesetzt hatte.
Die gefährlichste Chance des ersten Durchgangs gehörte in der 27. Minute jedoch den Gästen. Nach einem von Junior Kadile hoch in den Strafraum getretenen Freistoss stieg Marco Burch am höchsten. Der Verteidiger brachte den Ball per Kopf wuchtig auf das Tor. Mit einer mirakulösen Parade konnte Winterthur-Goalie Kapino den Rückstand gerade noch verhindern.
So geht es weiter
Die beiden Mannschaften stehen in der Super League am frühen Samstagabend wieder im Einsatz. Servette empfängt den FC Zürich, Winterthur gastiert bei Sion.