- Der FC Luzern schlägt die Grasshoppers in der 24. Runde der Super League spektakulär mit 4:3.
- In der 1. Halbzeit geht GC zweimal in Führung, zweimal gleicht Luzern aus.
- In der 2. Halbzeit geht Luzern zweimal in Führung, GC gleicht jedoch nur einmal aus.
Am Ende war es ein Traumtor des eingewechselten Severin Ottiger, das die Partie zugunsten von Luzern entschied. Der 22-Jährige zog nach einem geblockten Abschluss von Pius Dorn aus der Distanz einfach mal ab und traf den Ball perfekt. Mit genügend Drall verschaffte sich die Kugel einen Weg am chancenlosen Justin Hammel vorbei ins GC-Tor. Es war das 4:3 in der 76. Minute, der letzte Treffer einer unterhaltsamen und stets spannenden Partie.
Nach diesem Gegentreffer kam von den Grasshoppers zu wenig, um sich den Punkt noch zu verdienen. Erst tief in der Nachspielzeit wurde es noch einmal gefährlich. Doch weder Hammel, der einen Ausflug in den gegnerischen Sechzehner wagte, noch seine Mitspieler schafften bei zwei späten Eckbällen noch den Ausgleich.
Hin und Her in Hälfte 1
Zuvor hatten beide Teams mit offenem Visier gespielt und sich vor allem auf das Toreschiessen, nicht aber das Verhindern konzentriert. In der 1. Halbzeit hatte es bereits nach 37 Minuten viermal geklingelt:
- 9. Minute: Ein Geschenk der FCL-Hintermannschaft wird von Tim Meyer dankend angenommen. Der Mittelfeldspieler erobert den Ball am Strafraum, umkurvt Pascal Loretz und schiebt zum 1:0 ein.
- 15. Minute: Luzern gelingt die schnelle Reaktion. Oscar Kabwit wird von Julian von Moos angespielt und nutzt die Freiheiten, um die Partie auszugleichen. Sein Abschluss wird noch entscheidend abgefälscht.
- 35. Minute: Tyron Owusu blockt einen Schuss von Luke Plange klar mit der Hand. Den fälligen Penalty verwertet Plange selbst.
- 37. Minute: 78 Sekunden nach dem 1:2 steht's bereits 2:2. Lars Villiger legt im Strafraum auf Matteo di Giusto ab, der den Ausgleich bewerkstelligt.
Eigentor des Neuzugangs
8 Minuten nach dem Seitenwechsel ging dann Luzern zum ersten Mal in Führung. Es war allerdings ein Zürcher, der das Tor erzielte. Neuzugang Sven Köhler, erst am Montag zu den Grasshoppers gewechselt, köpfelte den Ball aus kurzer Distanz unglücklich ins eigene Tor.
Dieses Mal waren die Zürcher noch zu einer Reaktion fähig. In der 58. Minute zog Simone Stroscio am gegnerischen Strafraum unvermittelt ab und sah seinen Flachschuss in der weiten Ecke einschlagen. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft, das Heimteam hatte deutlich mehr vom Spiel. Von Moos hatte kurz nach der Pause mit einem Freistoss die Latte getroffen, bereits im 1. Durchgang waren die Luzerner tonangebend gewesen. Weil Ottigers Schuss am Ende genau passte, sind die vergebenen Chancen am Ende aber nicht mehr der Rede wert.
Dank dem Sieg hat der FCLneu sieben Punkte Vorsprung auf den Gegner. Das verschafft den Innerschweizern im Abstiegskampf etwas Luft, GC hingegen spürt langsam den Atem von Winterthur im Nacken. Die Zürcher werden froh sein, vorerst nicht mehr nach Luzern reisen zu müssen. Alle drei Partien in dieser Saison gegen das Team von Mario Frick gingen nämlich verloren – schon die ersten beiden torreich (2:3, 0:6).
So geht's weiter
Luzern trifft am Samstag auf den anderen Zürcher Klub, die Innerschweizer treten um 18:00 Uhr im Letzigrund beim FCZ an. GC trifft zeitgleich auswärts auf den FC St. Gallen.