Es lief die 62. Spielminute in der Partie Lugano gegen Sion am letzten Mittwoch, als das Traumduo einmal mehr zuschlug. Daniel Dos Santos lancierte Kevin Behrens, der nur 4 Minuten zuvor eingewechselt worden war, mit einem kurzen Steckpass. Der Deutsche liess sich nicht zweimal bitten und erzielte gegen die Walliser den 2:1-Siegtreffer.
Dos Santos auf Behrens, das ist keine zufällige Kombination. Der Lugano-Angreifer erzielte mehr als die Hälfte seiner 11 Saisontore auf Vorlage von Dos Santos. Kein anderes Duo in der Super League harmoniert so gut. Und mit insgesamt 10 Vorlagen führt der 23-Jährige die Assist-Statistik zusammen mit Xherdan Shaqiri und Matteo Di Gusto an.
Unnötige Gelb-Sperre
Gegen Luzern wird Behrens aber nicht auf das gute Auge von Dos Santos zählen können. Dieser kassierte in der Nachspielzeit gegen Sion wegen Zeitspiels die 4. gelbe Karte und fehlt gesperrt. Ob nun Anto Grgic in die Bresche springt? Mit 5 Assists ist er der zweitbeste Vorlagengeber bei den Tessinern – doch von Behrens hat er noch keinen Treffer vorbereitet.
Auch ohne Traumduo dürfte Lugano mit dem nötigen Selbstvertrauen gegen Luzern auflaufen. Zuhause sind die «Bianconeri» eine Macht, nach Verlustpunkten sogar noch besser als der einsame Leader Thun. In den letzten 6 Heimspielen resultierten 5 Siege und 1 Unentschieden.
Luzern und die Anfälligkeit nach Eckbällen
Nicht gerade die besten Aussichten also für Luzern, das Wunder Championship Group noch zu schaffen. 8 Punkte liegen die Innerschweizer hinter Rang 6. Besonders bei Standard-Situationen zeigt sich der FCL anfällig. Am Mittwoch gegen YB kassierte die Frick-Elf bereits den 9. Gegentreffer nach einem Eckball, das ist Liga-Höchstwert.
Immerhin, Lugano hat nur gerade 3 Tore nach einem Corner erzielt (zweitschwächster Wert in der Super League), zumindest in dieser Hinsicht muss sich Luzern keine Sorgen machen.