- Winterthur verliert das Nachtragsspiel der 20. Super-League-Runde zu Hause gegen St. Gallen mit 1:5.
- Die Vorentscheidung fällt durch einen St. Galler Doppelschlag nach einer guten Stunde.
- Der FCSG verkürzt den Rückstand auf Leader Thun auf 12 Punkte, Winterthur bleibt 7 Punkte hinter GC Letzter.
Beinahe hätten Winterthur und St. Gallen ein Déjà-Vu erlebt: Nachdem die Partie Mitte Januar wegen Unbespielbarkeit der Schützenwiese hatte abgesagt werden müssen, fehlte auch am Mittwoch nicht viel zur Absage. Nach kräftigen Schneefällen war der Platz zwar grün, er wies jedoch grössere Ähnlichkeit mit einem Acker als mit einem Fussballfeld auf.
Davon liessen sich die Gäste allerdings nicht beirren: Schon nach 6 Minuten brachte Alessandro Vogt seine Farben mit einem trockenen Abschluss in Front. Captain Lukas Görtler erhöhte 5 Zeigerumdrehungen später nach einem Konter zum 2:0 – der Treffer wurde nach VAR-Intervention wegen Abseits jedoch wieder einkassiert.
3 FCW-Chancen, 0 Tore
In der 22. Minute war es dann jedoch so weit. Wie schon beim 1:0 reichte ein weiter Ball, um die Winterthurer Defensive Schachmatt zu setzen. Carlo Boukhalfa hatte keine Mühe, Stefanos Kapino aus nächster Nähe zu überwinden.
Trotz 2:0 bei Halbzeit war es allerdings nicht so, dass das Heimteam nicht zu Chancen gekommen wäre. Doch zweimal sündigte Nishan Burkart aus aussichtsreicher Position, nach einer halben Stunde parierte FCSG-Goalie Lawrence Ati Zigi gegen Théo Golliard stark.
Winterthur fällt auseinander
Nach der Pause war der Widerstand Winterthurs endgültig gebrochen. Zunächst wurde Aliou Baldés 3:0 noch wegen Abseits zurückgenommen, dann machte St. Gallen mit einem Doppelpack den Sack trotzdem zu:
- 65. Minute: Die Winterthurer Abwehr springt im Kollektiv an einer Flanke von Christian Witzig vorbei. FCSG-Neuzugang Colin Kleine-Bekel erhöht auf 3:0.
- 67. Minute: Mit der nächsten Offensivaktion macht Vogt, der zuvor seine 4. gelbe Karte der Saison sah, sein 2. Tor. Er profitiert von einem Abpraller von Kapino und dem Nachsetzen von Baldé.
In der Schlussphase sorgte Joker Diego Besio mit seinem 2. Saisontreffer für das 5:0, das halbe Dutzend verpasste Chima Okoroji mit einem Pfostenschuss nur knapp. In der Schlussminute vermieste Randy Schneider Zigi die weisse Weste mit dem 1:5. Doch auch so ist klar, wo der Schuh bei Winterthur drückt: vorne und hinten. Im neuen Jahr weist der FCW nach 7 Partien ein Torverhältnis von 6:22 auf.
So geht es weiter
Einfacher wird es für Winterthur am Wochenende allerdings nicht: Am Samstag gastiert Leader Thun in der Eulachstadt. Für St. Gallen geht es gleichzeitig nach Genf, dann ohne den gesperrten Knipser Vogt.