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Gerne erinnert sich Skibbe an seine Kindheit. Er sei geborgen, aber auch in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. Der Vater war Bergmann im Ruhrgebiet. Seine drei älteren Brüder mussten früh die Familie wirtschaftlich unterstützen.
«Nur weil ich ein Nachzügler war, konnte ich Abitur machen», erzählt der heute 48-Jährige im Gespräch mit der «sportlounge». Sein Vater besass auch kein Auto. «Deshalb haben mich die Brüder jeweils ins Training gefahren und mir etwas von ihrer Freizeit abgegeben.»
Ohne Plan B
Seinen Traum vom Fussballprofi konnte Skibbe gleichwohl verwirklichen. Allerdings war die Karriere mit knapp 22 Jahren beendet. Zwei Kreuzbandrisse machten das Jungtalent von Schalke zum Sportinvaliden.
Einen Plan B gab es keinen, dafür die Chance auf ein Volontariat als Journalist. Rudi Assauer, der damalige S04-Manager, wollte ihn für den Nachwuchs im Verein gewinnen. So war die Trainerkarriere aufgegleist, die Skibbe mit 33 Jahren zum jüngsten Bundesliga-Coach machte.
Mit gutem Gefühl
Die letzten neun Jahren sind mit sieben Stationen eher zur Odyssee geworden, Skibbe wirkte in der Bundesliga und in der Türkei. Mit GC bestreitet er seine erste Saison und leistet erfolgreiche Arbeit.
Wie in seiner Kindheit ist auch hier das Geld nicht im Überfluss vorhanden. «Dafür sind die Arbeitsatmosphäre und das -umfeld höchst professionell», betont Skibbe. Daraus schliesst er, dass ihn kein Angebot weglocken könne. Er fühle sich in Zürich sehr wohl und werde seinen Vertrag, der noch ein weiteres Jahr läuft, erfüllen.