Wer es derzeit mit den Zürcher Fussballklubs hält, macht schwere Zeiten durch. Während der Abstieg Winterthurs kaum mehr zu verhindern sein wird, dümpeln auch GC und der FCZ im Tabellenkeller. Vor allem die Formkurve beider Teams lässt vor dem Derby am Samstagabend keine hochklassige Partie erahnen.
Auch Kleinvieh macht Mist, dürften zumindest die GC-Fans dem entgegnen. In vier der letzten fünf Partien hat der Rekordmeister in der Super League nämlich gepunktet. Trainer Gerald Scheiblehner hat die Mannschaft in der Winterpause stabilisiert und zudem in den Cup-Halbfinal geführt. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass der letzte GC-Sieg eine Weile her ist. Mitte Dezember siegten die Hoppers bei YB spektakulär mit 6:2, seither gab es drei Niederlagen und vier Unentschieden.
Hedigers Bilanz des Grauens
Auch die Bilanz des FCZ bereitet den Zürcher Fans Sorge. Das 3:0 gegen Winterthur vor einer Woche war nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Am vergangenen Samstag trat das Team von Coach Dennis Hediger derart inferior auf, dass man mit dem 1:4 sogar noch gut bedient war. Hediger wurde am 19. Dezember zum fixen Cheftrainer ernannt. Seither ging er mit seinem Team in acht Spielen sechsmal als Verlierer vom Platz.
Über den gesamten Zeitraum in seiner Zeit als Verantwortlicher an der Seitenlinie hat er einen Punkteschnitt von 0,94. Es ist der schlechteste Wert eines FCZ-Trainers seit Timo Konietzka 1988.
Niveaumässig dürfte das Derby am Samstagabend wohl niemanden vom Hocker reissen. Vielmehr sorgt die Ausgangslage für sportliche Brisanz. Mit einem Sieg könnte GC den Stadtrivalen in den Barrage-Kampf reissen. Zumal es aller Voraussicht nach in der Relegation Group noch zu einem vierten Derby kommen wird.