- Lugano lässt Basel am letzten Spieltag der Super League keine Chance und sichert sich dank einem 4:0 Rang 3 und die Teilnahme am Europacup.
- Sion muss sich nach einem unterhaltsamen 3:3 bei den Young Boys mit Rang 4 begnügen und nun auf einen Cupsieg von St. Gallen hoffen.
- Die «Espen» kommen bei der Hauptprobe für den Final gegen Lausanne-Ouchy zu einem 1:1 gegen Thun.
Lugano – Basel 4:0
Lugano hat seinen 3. Platz in der letzten Runde der Championship Group souverän verteidigt. Die Tessiner setzten sich gegen den letztjährigen Meister mit 4:0 durch. Kevin Behrens erzielte in der 1. Halbzeit einen Doppelpack. Sowohl in der 10. als auch in der 36. Minute netzte der deutsche Topskorer Luganos per Kopf nach einem Eckball ein und beendet die Saison damit mit 13 Treffern.
Während Basel in der gesamten Partie offensiv äusserst blass blieb, machte das Heimteam nach der Pause mit einem Doppelschlag alles klar. Ex-Basler Renato Steffen und Georgios Koutsias profitierten von Unzulänglichkeiten in der FCB-Abwehr und bescherten Vereinslegende Mattia Bottani einen erfolgreichen Abschied beim letzten Spiel im alten Cornaredo.
Dank dem Dreier haben sich die «Bianconeri» die Teilnahme am Europacup definitiv gesichert. Das Team von Mattia Croci-Torti wird 4 Tage nach dem WM-Final am 23. Juli in der 2. Quali-Runde in die Conference League einsteigen.
| Saison 2025/2026 | Saison 2026/2027 |
|---|---|
| Meister der Super League (Thun) | 2. Quali-Runde zur Champions League |
| 2. (St. Gallen) oder bei FCSG-Cupsieg 3. (Lugano) | 2. Quali-Runde zur Conference League |
| 3. (Lugano) oder bei FCSG-Cupsieg 4. (Sion) | 2. Quali-Runde zur Conference League |
| Cupsieger (St. Gallen oder Lausanne-Ouchy) | 1. Quali-Runde der Europa League |
YB – Sion 3:3
Im Wankdorf bekamen die Fans zum Saisonabschluss nochmals Spektakel geboten. Wie schon beim wilden 8:3 bei Meister Thun am Donnerstag punktete das Team von Gerardo Seoane trotz 3 Gegentoren. Donat Rrudhani brachte die Gäste aus dem Wallis in der 8. Minute per Penalty virtuell für 2 Minuten (bis zu Luganos 1:0) auf Rang 3.
Der 19-jährige Tscheche Dominik Pech, der seinen Vertrag bei den Bernern unlängst verlängert hatte, glich eine Viertelstunde später aus für das Heimteam. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Kurz nach der Pause brachte Samuel Essende YB erstmals in Führung, nach einer Stunde glich Sion-Joker Winsley Boteli die Partie aber wieder aus.
Und auch auf das schönste Tor des Nachmittags – Alan Virginius schlenzte den Ball von der Strafraumgrenze sehenswert ins Lattenkreuz (65.) – fand das Team von Didier Tholot eine Antwort. Liam Chipperfield traf kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit flach in die rechte Ecke zum 3:3. Damit punktete Sion in jedem der letzten 10 Saisonspiele und haben dank Rang 4 noch eine Chance auf den Europacup. Wenn St. Gallen am Sonntag den Cup gewinnen sollte, erben die Walliser einen Platz in der 2. Quali-Runde der Conference League.
St. Gallen – Thun 1:1
Im Duell zwischen dem Meister und dem Vizemeister ging es maximal noch um Prestige. Sportlich standen die Abschlussränge 1 und 2 schon vor dem letzten Spieltag fest. Die St. Galler starteten vor Heimpublikum besser in die Partie und drückten über weite Strecken auf den Führungstreffer. Kurz vor der Pause war es dann Tim Spycher, die eigentliche Nummer 2 im Tor der Berner Oberländer, der sein Team vor dem Rückstand bewahrte. Der 22-Jährige lenkte die Direktabnahme von Mihajlo Stevanovic aus nächster Nähe in extremis an die Latte.
Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die «Espen» dann für ihre Bemühungen. Nach einem geblockten Querpass von Alessandro Vogt, der sein letztes Super-League-Spiel vor seinem Wechsel in die Bundesliga absolvierte, reagierte Corsin Konietzke am schnellsten und drosch das Leder zur verdienten Führung in die Maschen (65.).
Der Meister war allerdings wie so oft in dieser Saison zu einer Reaktion fähig. 8 Minuten nach dem Rückstand nahm Michael Heule die Kugel im St. Galler Strafraum mit der Brust an und hämmerte sie per Volley aus spitzem Winkel unter die Latte. Damit sorgte der Aussenverteidiger dafür, dass das Team des nach wie vor gesperrten Trainers Mauro Lustrinelli in der Championship Group wenigstens noch einen Punkt holte.