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Zusammenfassung St. Gallen - Sion
Aus Sport-Clip vom 21.08.2021.
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Turbulentes 1:1-Unentschieden Sion kontert St. Galler Premieren-Tor in der Nachspielzeit

Guillaume Hoarau scheint sich in St. Gallen wohl zu fühlen. Zwar gelang dem Oldie kein Hattrick wie noch im Mai, als er die Ostschweizer im Alleingang abschoss, sein diesmaliges Tor war dafür umso wichtiger. Es bedeutete den 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit.

Schiedsrichter im Fokus

Lange hatte es nicht danach ausgesehen, als ob der FC Sion die Heimreise mit Punkte im Gepäck antreten würden. Besonders in der Offensive wirkten die Walliser mutlos. Die St. Galler hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, konnten sich aber keine klaren Torchancen erarbeiten. Eine Ausnahme stellte der Abschluss von Anto Grgic in der 41. Minute dar, der prompt im Tor landete. Da der im Abseits stehende Filip Stojilkovic Goalie Ati Zigi die Sicht nahm, wurde das Tor zurecht aberkannt.

Stojilkovic stand auch zu Beginn der zweiten Halbzeit im Mittelpunkt des Geschehens: Der 21-Jährige kam im Fünfmeterraum an den Ball, wo er zu Fall gebracht wurde. Ein Pfiff oder eine VAR-Intervention blieben aus. Zuvor war FCSG-Verteidiger Betim Fazliji vom Ball an der Schläfe getroffen worden. Der St. Galler ging benommen zu Boden und wurde von Trainer Peter Zeidler vorsichtshalber ausgewechselt. Sein Ersatz Basil Stillhart verpasste wenig später (56.) per Kopf die Führung.

Tränen beim Tor-Debütanten

Besser machte es nach rund einer Stunde (63.) Nicolas Lüchinger. Der von Verletzungen geplagte St. Galler Aussenverteidiger schoss im 77. Spiel sein erstes Tor in der Super League – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub. Lüchinger verwertete im 3. Anlauf, nachdem Fabian Schubert und Elie Youan an Sion-Goalie Timothy Fayulu und am eigenen Unvermögen gescheitert waren.

In der Folge drückte der FC St. Gallen auf den zweiten Treffer. Alleine der eingewechselte Kwadwo Duah vergab drei grosse Chancen. So kam es, wie es den «Espen» bereits im letzten Heimspiel gegen Luzern ergangen war: Der Gast warf alles nach vorne und brachte spät in der Nachspielzeit (93.) in Person von Dimitri Cavare eine letzte Flanke in den St. Galler Strafraum: Dort stand St.-Gallen-Schreck Hoarau goldrichtig und traf per Kopf zum 1:1.

Turbulente Szenen nach Abpfiff

Nach dem Schlusspfiff kam es auf dem Rasen zu Rudelbildungen, bei denen Spieler und Betreuer beider Lager involviert waren. Nebst der emotionalen Schlussphase soll einer der Auslöser für die Auseinandersetzungen rassistische Parolen der St. Galler Fans gegen den Sittener Torhüter Fayulu gewesen sein, so Geoffroy Serey Die gegenüber Lüchinger.

SRF zwei, Schweizer Cup – Goool, 15.8.21, 19 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Hugo Müller  (Hugo70)
    Rassismus geht gar nicht nicht!
    N. Lüchinger hat meinen Respekt. Wie er das Interview und die Situation meistert, ist extrem authentisch und dadurch sehr souverän!
    Schade dass nun wegen einigen sehr sehr dummen „Fans“ das Sportliche in den Hintergrund gerät.
  • Kommentar von Roman Lutz  (Romi)
    Weiss nicht, mit was ich anfangen soll. St.Gallen war über weite Strecken vom Spiel die bessere Mannschaft. Nur sie haben immer wieder das gleiche Problem. Sie verwerten die vorhandenen Chancen nicht, die sie herausspielen. Wenn es 2 oder 3:0 gestanden wäre, wär die Situation nicht eskaliert. Dann hätte Fayulu nichts zu klatschen und provozieren gehabt. Was Fayulu gemacht hat, ist im höchsten Grad Unsportlich. Das lassen sich die Fans eben nicht bieten. Aber es ist so: Rassismus ist ein No-Go.
  • Kommentar von Markus Meier  (Bergkamp36)
    Mit Geisterspielen schadet man nur der Fussballkultur und den restlichen anständigen 95% der Fans. Mit all der schickimicki Überwachung die Dummköpfe auf den Plätzen identifizieren und Jahreskarte einfrieren. Hat der Schmäher keine Jahreskarte, dann bleibt ihm der Zutritt zum Stadion zwei Jahre verwehrt.
    Mehr Bevölkerung heisst auch mehr Dummköpfe.
    1. Antwort von Robert Richter  (Robert Richter)
      „Mehr Bevölkerung heisst auch mehr Dummköpfe“? Eine gar einfache Gleichung…
      Rassismus tritt im Sport leider fast ausschliesslich in Fussballstadien auf. Rassistische Beleidiger finden sich vor allem im rechten Spektrum, wo ja auch der Bevölkerungszuwachs durch Einwanderung ein ewiges Thema ist. Und genau dort fehlen ja auch häufig genug Toleranz, Respekt und Anstand. Es sind nicht die Einwanderer, die beleidigen…