Servette hat von den letzten 8 Super-League-Partien nur eine verloren. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Servette hat von den letzten 8 Super-League-Partien aber auch nur eine gewonnen. 6 Mal spielten die Genfer unentschieden. 2 Mal gab es ein 3:3, 4 Mal ein 1:1 – zuletzt am Samstag zu Hause gegen den FC St. Gallen.
Bei all den Unentschieden erstaunt es nicht, dass Servette in der Tabelle nicht vom Fleck kommt, auf Rang 10 verharrt und 7 Runden vor Quali-Schluss die Championship Group aus den Augen verloren hat. Ebenso wenig verwundert es, dass der Punkteschnitt von Trainer Jocelyn Gourvennec nicht gerade berauschend ist.
Häberli und Weiler waren klar erfolgreicher
Auf lediglich 1,17 Zählern pro Partie kommt der Bretone, der Servette Mitte August übernommen hat, in den 23 Super-League-Spielen als Coach in Genf. Das ist klar weniger als seine Vorgänger Thomas Häberli (1,58 Punkte) und René Weiler (1,68).
Trotz der mageren Ausbeute brandet Gourvennec in der Calvinstadt bislang kein eisiger Gegenwind entgegen. Der 53-Jährige geniesst in Genf weit mehr Rückendeckung als vor ihm der Deutschschweizer Häberli, der nach dem Out in der CL-Quali früh in der Saison gehen musste. Gleichwohl braucht Gourvennec bald wieder ein Erfolgserlebnis in Form eines Sieges, damit der Goodwill nicht bald aufgebraucht ist.
Servette will den Sieg, aber die Vergangenheit sagt Remis
Am Samstag kommt es im Stade de Genève zum Rhône-Derby mit dem FC Sion. Die Walliser (4.) stehen in der Tabelle klar besser da als Servette. Gleichwohl sind die Sittener ein Lieblingsgegner. Seit nunmehr 11 Partien sind die «Grenat» gegen Sion ungeschlagen (4 Siege). Nur gegen GC hat Servette länger nicht mehr verloren (12 Spiele).
Für Servette und Gourvennec, die seit 5 Runden auf einen Vollerfolg warten (4 Remis), ist am Samstag im Derby nur ein Sieg gut genug. Eine weitere Punkteteilung ist indes wahrscheinlicher. Schliesslich treffen mit Servette und Sion die Remis-Könige der Super League aufeinander (je 10).