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Verblüffende Zahlen als Skorer Der FCB lebt von Cabral: Fluch oder Segen?

Was wäre der FCB ohne die Tore von Arthur Cabral? Wohl nur biederes Mittelmass. Doch zum Glück – für den Klub – stellt sich die Frage aktuell nicht.

Arthur Cabral beim Jubeln.
Legende: Eine Wucht und Tore am Laufmeter Arthur Cabral beglückt aktuell den FC Basel und seine Anhänger. Keystone

Der FC Basel, das ist in dieser Meisterschafts-Saison zu 52 Prozent Arthur Cabral. Denn der torgefährliche Brasilianer erzielte 10 der total 19 Liga-Treffer. Nur bei 2 Einsätzen hatte er sein Visier nicht perfekt eingestellt und blieb ohne persönliche Ausbeute.

Seine aktuelle Trefferquote liegt bei auffälligen 1,43 Toren pro Spiel. Überragend war sein Vierer-Pack beim 5:1-Heimsieg gegen Servette, am Mittwoch in der 7. Runde auswärts gegen St. Gallen (2:0) steuerte er bereits die zweite Doublette bei.

Auf europäischer Ebene ist die Abhängigkeit von «Rot-Blau» an seinem Skorer vom Dienst noch einen Tick ausgeprägter. Auf dem Weg in die Conference-League-Gruppenphase markierte Cabral 8 Treffer in 6 Partien (von total 15 seines Klubs), macht einen Anteil von 53 Prozent.

Video
Archiv: 4 Mal Cabral – er schiesst Servette im Alleingang ab
Aus Sport-Clip vom 08.08.2021.
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Er macht sogar Gimenez vergessen

Die verblüffende Frühform Cabrals lässt sich auch daran ablesen, dass er neu einen Super-League-Rekord hält: jenen für die meisten Goals nach 7 Runden. Der 23-Jährige riss die Bestmarke dank seinem erfolgreichen Abstecher in die Ostschweiz an sich. Der bisherige Topwert datierte aus der Saison 2003/04. Damals hatte Christian Gimenez – auch er zu jener Zeit ein Basler Stürmer – zum selben Zeitpunkt 8 Treffer auf seinem Konto gutgeschrieben gehabt.

Im Direktvergleich mit den vergangenen 5 Saisons (siehe Tabelle) steht Cabral aus einem weiteren Grund allein auf weiter Flur da. Und zwar was seinen Beitrag am Torerfolg der gesamten Equipe betrifft. Kein Klub lebte in der jüngsten Vergangenheit in dieser frühen Meisterschafts-Phase so sehr von einem einzigen Spieler.

Direktvergleich zwischen den Topskorern

SaisonTorschützenkönigTotal Treffer/Spiele
Goals nach 7 RundenKlub-Tore nach 7 Runden
2021/22
Arthur Cabral (FCB)
10/71019
2020/21Jean Pierre Nsame (YB)
19/30
27
2019/20Jean Pierre Nsame (YB)32/32714
2018/19Guillaume Hoarau (YB)
24/28526
2017/18Albian Ajeti (FCB)
17/32212
2016/17Seydou Doumbia (FCB)
20/25524

Die Frage im Hinterkopf: Was, wenn?

Abseits von Cabrals Sololauf zeichneten für die restlichen Basler Ligatreffer (9 bei einem Eigengoal) 5 Akteure verantwortlich. Neuverpflichtung Sebastiano Esposito mit bereits 4 erfolgreichen Abschlüssen konnte sich einzig ebenfalls als Mehrfach-Schütze auszeichnen.

Logische Steigerung: 3. – 2. – 1.

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Insgesamt steht Cabral in seiner 3. FCB-Saison bei wettbewerbsübergreifend 92 Treffern. Nach Rang 3 in der Torschützenliste 2019/20 zu seinem Einstieg am Rheinknie, musste er sich zuletzt um nur ein einziges Tor abermals Jean Pierre-Nsame (YB) geschlagen geben. Aktuell ist der Südamerikaner die diskussionslose Nummer 1 hierzulande. Hinter ihm verbucht ein Quartett erst je 4 Treffer.

Cabrals Liga-Torausbeute im FCB-Dress:

  • Saison 2021/22: Bislang 10 Treffer aus 7 Matches; Rang 1 in der Torschützenliste
  • Saison 2020/21: 18 Treffer aus 33 Matches; Rang 2
  • Saison 2019/20: 14 Treffer aus 26 Matches; Rang 3

Cabral besitzt ein gültiges Arbeitspapier beim FCB bis zum Sommer 2023. Zuletzt konnten ihn die Verantwortlichen trotz grossem Interesse über die Ende August ausgelaufene Transferperiode halten. Die nächste Bewegung auf dem Spielermarkt kommt bald, zudem droht jederzeit ein verletzungsbedingter Ausfall.

Der Leader beschäftigt sich aktuell nicht mit solchen Eventualitäten. Stattdessen geniesst er den ausgeprägten Torinstinkt seiner Nummer 10.

SRF zwei, sportlive, 22.09.2021 20:10 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Asier Martinez  (SHT16freak)
    Dieser Beitrag zeigt uns wiedereinmal, dass non-CH-Sportreporter (zb. Spanien) ein viel besseres feingefühl und grösseres Wissen haben in Sachen Fussball- und Mannschafts-Knowhow vorhanden haben.
    Alleine schon in euren Live-Übertragungen liebes SRF, oft viel zu viele Fehler von Spielernahmen oder gar auch falsche Fakten. Warum eigentlich nur 1 Kommentator statt ein Team aus 2-4 die nonStop für Unterhaltung sorgen könnten?
    Den Kommentaren stimme ich fast allen zu, es braucht mehr als nur 1en
  • Kommentar von Peter Müller  (pedromulinho)
    Der Artikel lehrt uns Prozentrechnen ohne Gehalt...es gibt halt bessere und weniger gute Artikel. Bin froh um Cabral beim FCB (solange er da ist), Fussball ist jedoch ein Mannschaftssport: Sprich die anderen 10 Spieler auf dem Rasen haben zweifellos auch Ihren Anteil zu den jüngsten Erfolgen beigetragen.
  • Kommentar von Fabio Hasler  (Sportmagich)
    Da wird aber über die Mannschaft des Fc Basel inkl. Trainier mal ziemlich der Mund zerrissen. Arthur Cabral schiesst die Tore nie von alleine. Da brauchts noch 10 weitere Spieler auf dem Platz. Der grosse Macher hinter dem Konstrukt ist meistens der Trainer. Die Form Cabrals ist unbestritten, aber der Teamgeist und das Zusammenspiel wird von allen zusammen gebildet. Wenn Cabral nicht wäre, würde ein anderer vorne stehen. Schade um diesen Beitrag @SRF.