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Massenentlassungen beim FC Sion
Aus sportflash vom 19.03.2020.
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Wegen Corona-Krise Sion-Präsident Constantin kündigt 9 Spielern fristlos

Von Djourou über Kasami bis Zock: Beim FC Sion kommt es zu Massenentlassungen. Jedoch droht ein juristisches Nachspiel.

Christian Constantin hat als Präsident des FC Sion im Zuge der Corona-Krise zu einer drastischen Massnahme gegriffen. Er hat gleich 9 Spielern den Vertrag fristlos gekündigt.

Betroffen sind Johan Djourou, Pajtim Kasami, Alex Song, Ermir Lenjani, Xavier Kouassi, Seydou Doumbia, Mickaël Facchinetti, Christian Zock und Birama Ndoye. Die entlassenen Spieler gehören zu den am besten verdienenden im Klub.

Sie hatten sich zuvor geweigert, eine neue Vereinbarung mit dem Klub zu unterschreiben, um die Voraussetzungen für die Kurzarbeit zu erfüllen: zum von der Arbeitslosenversicherung vorgesehenen Maximallohn von 12'500 Franken. 7 der 9 Spieler haben befristete Verträge, die im Juni auslaufen.

Christian Constantin.
Legende: Greift zu drastischen Massnahmen Christian Constantin. Freshfocus

Juristisches Nachspiel droht

Die Entlassungen werden mit grosser Sicherheit ein juristisches Nachspiel haben. Bis dahin spart der FC Sion aber einiges an Lohnkosten. Die Spieler-Gewerkschaft in der Schweiz (SAFP) hat bereits einen Protest hinterlegt.

Ihr Plädoyer: Höhere Gewalt sei im Zusammenhang mit der Corona-Krise kein Argument. SAFP-Präsident Lucien Valloni erklärte: «Wir sind der Meinung, dass das nicht zulässig ist. Es ist immer noch möglich, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt wird.»

Constantin geht von Saisonende aus

Dieses Szenario dürfte problematisch für den Walliser Klub werden. Davon geht Constantin offensichtlich nicht aus. Denn bei einer Fortsetzung der vorerst bis Ende April pausierenden Meisterschaft würden Sion wichtige Spieler fehlen. Der FC Sion belegt 13 Runden vor Schluss den drittletzten Platz mit nur vier Punkten Reserve auf den direkten Abstiegsplatz.

Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 17.03.2020, 14:15 Uhr; sda/SRF

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Labi Berisha  (bla)
    fussballvereine sind firmen und die sollten alle mal ihr geschäftsmodell hinterfragen. kann ja nicht sein, dass bereits die meisten schon nur nach einem monat, kurzarbeit oder sonstiges beantragen. wenn angestellte soviel verdienen, dass bei einem 1-3 monatigen spielbetrieb-ausfall, vereine bereits vor dem aus stehen, zeugt das nur, von sehr schlechtem wirtschaften und sollte so in zukunft nicht mehr erlaubt sein. klar war ja auch, dass der fc thun wieder erster war beim betteln bei sonst wem.
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    1. Antwort von Karl Müller  (KaMü)
      Richtig, die Superligue Clubs sind keine Vereine mehr, sondern Unternehmen. Diese wollen Ihre Ergebnisse optimieren, genau wie die meisten anderen Unternehmen auch. Nur - der Konkurrenzdruck im Fussball ist wohl sehr hoch, vermutlich höher als in den meisten Branchen in der Schweiz.
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Wenn ich richtig verstehe, wollte CC für die Spieler Kurzarbeitsentschädigungen von der Arbeitslosenkasse erwirken. Die Spieler hätten z.B. "50%" gearbeitet und den halben Lohn vom FC Sion und den Rest (indirekt) vom Staat bekommen, total bis höchstens SFR 12'500. CC hätte also nur noch einen kleinen Bruchteil der bisherigen vertraglichen Löhne, die weit über SFR 12'500 liegen, aus dem eigenen Sack berappen müssen. Spieler und Allgemeinheit müssen aber nicht das Vermögen von CC schützen, oder?
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    1. Antwort von roland goetschi  (pandabiss)
      Dann erklären Sie doch bitte mal den Zweck von der Kurzarbeit Regel?
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    2. Antwort von Kurt Scherrer  (kurtskommentar)
      @graf: CC ist präsident des fc sion, und kümmert sich erst mal um die interessen des vereins. da dieser keine einnahmen hat, muss er versuchen, die ausgaben zu minimieren. dass CC am ende jeweils ein defizit aus dem eigenen vermögen bezahlt, zeigt nur sein engagement für diesen verein.
      wenn ein fussballer nicht mit 12'500 fr (fürs nixtun) auskommt bzw aus solidarität für andere mitarbeiter auf lohn verzichten kann, dann hat er nichts in diesem verein zu suchen. ps: nein, bin kein fan von CC
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    3. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Scherrer, alle "Vereine" der SFL müssen als Aktiengesellschaften organisiert sein und sind eben keine Vereine. Beim "FC Sion" ist zusätzlich speziell, dass CC ganz oder praktisch Alleininhaber der AG "Olympique des Alpes SA" mit Sitz in Martigny, nicht in Sion ist. CC ist das einzige Mitglied des Verwaltungsrates dieser AG und hat Einzelunterschrift. CC kümmert sich damit in erster Linie um seine eigenen Interessen und seine eigenen Investitionen in diese Firma.
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    4. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Goetschi, der Sinn der Regeln über die Kurzarbeit ist, dass Firmen ihre unbefristet Angestellten, welche nicht mehr als SRF 12'500 verdienen, nicht entlassen müssen, wenn diese Angestellten aus konjunkturellen oder ähnlichen Gründen vorübergehend nur ein gekürztes Arbeitspensum leisten können. Hier geht es aber fast nur um Leute, deren befristeter Arbeitsvertrag sowieso bald ausläuft und die wegen ihres hohen Salärs nicht speziell geschützt werden sollen.
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  • Kommentar von Thomas Raudies  (Fatstom)
    Die "armen" Fussballer!
    Es ist vielleicht an der Zeit sich klar zu werden darüber, dass Arbeitslosigkeit kein Privileg der Arbeiterklasse ist.
    Immerhin denke ich, dass man mit mehr als 10000 Franken über die Runden kommen kann ohne auf allen Luxus verzichten zu müssen. Ich kann den Entscheid von C.C. durchaus nach vollziehen.
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