Als Leader starten die Young Boys am Samstag ins Super-League-Jahr 2018. Neu ist das nicht. Schon 2009/10 führten die Berner die Tabelle bei Halbzeit an. Damals im YB-Tor: Marco Wölfli.
Acht Jahre später steht der inzwischen 35-Jährige immer noch bei Gelb-Schwarz zwischen den Pfosten. Oder besser gesagt: wieder. Denn Wölfli sass in den letzten 4 Jahren nur noch auf der Bank, machte darob aber keinen Stunk und verhielt sich professionell. In der Winterpause profitierte Wölfli nun vom Verletzungspech seines Konkurrenten David von Ballmoos.
Und dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, zeigte Wölfli in dieser Saison bereits:
- 5 Mal kam der 35-Jährige zum Einsatz
- 4 Mal siegte YB mit dem Routinier, einmal gab es ein Remis
- 3 Mal blieb Wölfli ohne Gegentor
Nun strebt Wölfli im Herbst seiner Karriere den ersten persönlichen Titel und den ersten für YB seit 31 Jahren an. Druck verspürt der Grenchner dabei nicht. Vielmehr spürt er, dass die Harmonie im Team stimmt und der Meistertitel drinliegt.
Kurz vor Rückrundenstart verpflichteten die Berner mit Alexandre Letellier einen weiteren Goalie. Doch YB-Sportchef Christoph Spycher stellte klar, dass Wölfli zum Rückrunden-Start im Tor stehen wird: «Er hat sich den Nummer-1-Status verdient.» Denn Wölfli hat mehrfach gezeigt, dass er zur Stelle ist, wenn man ihn braucht.
Sendebezug: SRF 1, sportpanorama, 18:30 Uhr, 28.01.18