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Kritische Medien zur Nati «Diesmal das Gegenteil von herausragend»

Die Schweizer Sonntagszeitungen gehen nach dem dürftigen 1:1-Auftakt gegen Wales zum EURO-Auftakt hart ins Gericht mit der Nati – und machen Sündenböcke aus.

Zeitungs-Ausschnitte.
Legende: Keine aufbauenden Worte in der Sonntagspresse Die Schweizer Nati wird hart kritisiert. SRF

Der Grundtenor in der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag war einhellig und unmissverständlich. Die beiden grossen nationalen Blätter stellten dem Schweizer Nationalteam bei dessen erstem Auftritt in Baku auf der EM-Bühne ein unzureichendes Zeugnis aus.

«Das war nicht genug», brachte darum die NZZ in ihrer Überschrift auf der Aufschlagsseite das 1:1 auf den Punkt. Und sie folgert daraus: «Das Erreichen des Achtelfinals, das erklärte Minimalziel, wird nun kompliziert.»

Gemäss dem Tamedia-Verlag müssen sich die hiesigen Fussballer nach dieser ersten EURO-Vorstellung viele Fragen gefallen lassen. Denn: «Ein 1:1 bedeutet zwei verlorene Punkte und noch etwas mehr: Es sind verschenkte Punkte – bei allem Respekt vor dem Gegner, vor der Nummer 17 der Welt.»

So geht es für die Schweiz an der EURO weiter

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  • Mittwoch, 16. Juni, 21:00 Uhr: Italien - Schweiz
  • Sonntag, 20. Juni, 18:00 Uhr: Schweiz - Türkei

Das Träumen geht weiter

Die SonntagsZeitung benennt vier konkrete Mängel im Schweizer Spiel und fasst diese in einem Artikel mit der wenig erbaulichen Schlagzeile «Die Liste der Schweizer Versäumnisse» zusammen:

  1. Chancenauswertung – Als grössten Sünder in dieser Kategorie wird Haris Seferovic ausgemacht. «Viermal kommt er zum Abschluss, immer aus guter Position, nie trifft er.»
  2. Die Leistung von Shaqiri – Sie missfiel dem Autor. Sein Gesamteindruck deswegen: «Der Spieler kann nur schwer kaschieren, dass er in Liverpool ein Mitläufer ist.»
  3. Das Coaching von Petkovic – Mit dem Wechsel von Shaqiri zu Denis Zakaria nach etwas mehr als einer Stunde habe der Nationalcoach nicht das richtige Zeichen ausgesandt. «Die Schweizer haben mit ihrer Passivität dem Gegner in die Karten gespielt», lautet das Urteil.
  4. Der Auftritt von Xhaka – Die SonntagsZeitung schreibt: «Oft ist der Captain herausragend, diesmal ist er das Gegenteil davon.» Er habe nicht das Kommando gegeben, um die zunehmend ängstliche Haltung gegen Wales aufzugeben.
Video
Auch bei SRF diskutierte man die Leistungen von Xhaka und Shaqiri
Aus Sport-Clip vom 12.06.2021.
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Die NZZ am Sonntag zeigte sich abschliessend doch noch etwas versöhnlich mit den Schweizern, um allerdings prompt wieder zu relativieren. «Dafür hatten die Schweizer Embolo, der am Samstag immerhin eine kleine Geschichte schrieb. Die grosse Geschichte aber, die ist immer noch ungeschrieben. Von ihr können die Schweizer nur weiter träumen.»

Video
Die Schweiz spielt nur 1:1 gegen Wales
Aus Sport-Clip vom 12.06.2021.
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SRF zwei, sportlive, 12.06.2021 14:00 Uhr;

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Kumli  (uliswiss)
    Mit dem Lehnstuhl-Fussballer Xhaka auf der 6 werden wir nie ein schnelles und dynamische Fussballspiele entwickeln können. Ich würde ihn auf der 10 spielen lassen. Ihn oder den Shaqiri, je nachdem welcher der Beiden im Moment besser drauf ist. Es ist geradezu ein Hohn, einen Vollblutfussballer wie den Zakaria auf die Ersatzbank zu setzen. Ein wirklich guter Trainer würde niemals auf den Zakaria verzichten. Das selbe Reservistendasein hat der Petkovic viel zu lange auch mit dem Embolo gespielt.
  • Kommentar von Reto Schmidig  (Reto86)
    Schwierige Situation...ich bin mir sicher die Schweizer werden gegen Italien anders auftreten. Aber auch die Türken werden ein anderes Gesicht zeigen gegen Wales. Also ist es nichts als logisch das Schweiz vs. Türkei zum Endspiel wird.
    1. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      Richtig, Endspiel gleich letztes Spiel.
  • Kommentar von Simon Hess  (Simi88)
    Wie gestern geschrieben und von manchen bestimmt am Liebsten abgelehnt gesehen, die Prognose mit einem Punkt gegen Wales hat schon einmal gestummen. Denkt einer mit einer solchen Leistung schlägt man Italien ?
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Simon Hess: danke, nicht abgelehnt, sondern beim Tippspiel so vorausgeschaut, und privat nach Einblick in die Aufstellung korrigiert zu 1/2 - nun, so schlimm ist es ja nicht gekommen, aber immerhin - leider!