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Rückblick auf den EURO-Beginn 6 Erkenntnisse aus der 1. Gruppenrunde

Die erste Tranche der EM-Gruppenphase gehört der Geschichte an. Zeit, sie Revue passieren zu lassen.

Seit dem 11. Juni ist das europäische Fussballfest im Gang.
Legende: Farbenfroher Beginn Seit dem 11. Juni ist das europäische Fussballfest im Gang. imago images

Die EURO hat mit einer furiosen Kadenz begonnen. Kaum gestartet, ist die erste Runde der Gruppenphase bereits Geschichte. Wir blicken zurück auf die 12 Auftaktsduelle und ziehen daraus ein paar Schlüsse – manche weniger verwunderlich als andere.

Kantersiege sind Mangelware

Wer im SRF-Tippspiel in der Phase der 1. Gruppenspiele das eine oder andere Mal auf ein 5:0 oder gar 6:0 getippt hat, dem sind einige Punkte flöten gegangen. Denn die bisherigen Partien waren alle mehr oder weniger enge Geschichten. Einzig Italien (gegen die Türkei), Belgien (gegen Russland) und Portugal (gegen Ungarn) konnten mit je einem 3:0 deutliche Siege einfahren. Die meisten restlichen Duelle bewegten sich jeweils auf Messers Schneide. Und dennoch gab es nur 2 Remis zu verzeichnen.

Favoriten sind vor Fehltritten nicht gefeit

Nicht alle Nationen wurden zum Turnierbeginn ihrer Favoritenrolle gerecht. Dazu gehört auch die Schweiz, die gegen Wales am Samstag nur unentschieden gespielt hat. Weitere Mannschaften, die wider Erwarten patzten, waren Spanien (0:0 gegen Schweden), Polen (1:2 gegen die Slowakei) sowie Dänemark (0:1 gegen Finnland). Wobei die Dänen nach dem Kollaps von Christian Eriksen unter schwierigen Umständen zu spielen hatten.

829 angekommene Pässe bedeuten noch kein Tor

Die Statistiken, die Spanien in der Partie gegen Schweden am Montagabend in Sevilla produziert hat, sind beeindruckend. 85 Prozent Ballbesitz, 17 Torschüsse – und beinahe schwindelerregende 917 gespielte Pässe. Davon kamen übrigens 90 Prozent (829) an. Und dennoch brachten die Iberer gegen die Betonmischer aus Skandinavien keinen Treffer zustande.

Es gibt fast keine Verwarnungen

In den ersten 12 Partien zückten die Schiedsrichter nur 23 Mal die gelbe Karte (einmal davon gab es Gelb-Rot). Das sind weniger als 2 Verwarnungen pro Partie – Fairness pur. Man könnte es aber auch anders ausdrücken: Die Spieler wissen, dass sie mit 2 gelben Karten aus den ersten beiden Begegnungen im 3. Gruppenspiel gesperrt wären. Sie lassen deshalb noch Vorsicht walten. Gut möglich, dass der Referee im Verlaufe des Turniers immer häufiger in die Hosentasche greifen muss.

Der Schiedsrichter zeigt die gelbe Karte.
Legende: Ein Bild mit Seltenheitswert Der Schiedsrichter zeigt die gelbe Karte. imago images

Die wahren Helden sind nicht die Fussballer

Freilich, der Fussball schreibt Heldengeschichten. Und so manch einer hat sich auf dem saftigen Grün zu einer unsterblichen Figur gemacht. Am vergangenen Samstag bei der Partie Dänemark - Finnland rückte aber der Kick in den Hintergrund. Plötzlich ging es um Leben und Tod. Und in Kopenhagen waren neue Helden geboren: Die Ärzte, die nach dem Kollaps von Christian Eriksen blitzschnell reagierten und eine Tragödie gerade noch abwenden konnten.

Fans im Stadion sind eine Wohltat

Spitzenfussball ohne Zuschauer – auch anderthalb Jahre danach passt diese Kombination etwa so schlecht wie ein Saunagang im Hochsommer. Nein, die jubelnden, singenden, brüllenden und bangenden Zuschauer gehören ins Stadion. Und selbst wenn infolge der Corona-Massnahmen längst nicht alle Ränge besetzt sind, so scheint die wiedererlangte Atmosphäre den Spielern auf dem Feld neuen Elan zu verleihen.

Die Fussball-Fans (hier vor dem Wembley in London).
Legende: Sorgen wieder für Stimmung Die Fussball-Fans (hier vor dem Wembley in London). imago images

SRF zwei, sportlive, 14.6.2021, 20:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Der Spitzen-Fussball war ohne Fans nicht schlechter. Und unappetitliche Nahaufnahmen brauche ich schon gar nicht.