Zur Pause hatte es noch düster ausgesehen für den Kosovo. Im Halbfinal der WM-Playoffs auswärts gegen die Slowakei lag das Team von Ex-FCZ-Trainer Franco Foda 1:2 zurück. 3 Tore innert 25 Minuten brachten die Südosteuropäer zurück, am Ende siegten sie 4:3.
Dank dem Exploit darf der Kosovo weiter von der ersten WM-Teilnahme überhaupt träumen. Die Regierung in Pristina griff im Vorfeld nun zu einem besonderen Mittel der Motivation.
Der Nationalelf des jungen Staates winkt im Falle der Qualifikation für die WM-Endrunde eine Prämie in Höhe von einer Million Euro. Dafür ist noch ein Sieg am Dienstag im Final zu Hause gegen die Türkei nötig.
Ca. 50'000 Euro pro Kopf
Bereits für den Halbfinal-Erfolg steht eine grosszügige Prämie in Aussicht. Die kosovarische Regierung werde Anfang Woche die Überweisung von 500'000 Euro beschliessen, teilte Finanzminister Hekuran Murati auf seiner Facebook-Seite mit.
Wie die Prämien genau aufgeteilt werden, ist nicht bekannt. Nimmt man den gesamten Spielerkader zusammen mit dem Trainer- und Betreuerstab zur Grundlage, würden bei einer möglichen Ausschüttung von 1,5 Millionen Euro auf jeden Begünstigten rund 40'000 bis 50'000 Euro entfallen.
Nächster Schritt für den jungen Staat?
Sollte sich der Kosovo tatsächlich für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifizieren, wäre dies ein beispielloser Erfolg. Der jüngste Staat Europas war noch nie bei einer Fussball-WM oder -EM vertreten.
Er war beim Zerfall Jugoslawiens entstanden und hatte 2008 die Unabhängigkeit erlangt. Das Land wird heute fast ausschliesslich von Albanern bewohnt. Es ist erst seit 2016 Mitglied in den internationalen Fussballverbänden Fifa und Uefa.