Dominiert wurde die Regular Season der Women's Super League ganz klar von Servette Chênois. Die Genferinnen kassierten in den 18 Partien nur gerade 5 Gegentreffer und mussten erst am – für sie bereits bedeutungslosen – 18. Spieltag die erste Niederlage hinnehmen. In Basel unterlag Servette mit 0:1.
Dass die Cupsiegerinnen dabei weniger auf Schweizer Spielerinnen und stattdessen vermehrt auf Ausländerinnen setzen, wird nicht überall gleich gut aufgenommen. Auch SRF-Expertin Martina Moser erklärt: «Ich bin kein Fan davon. Ich finde, man sollte schon Nachwuchsarbeit leisten und die Spielerinnen dann in das 1. Team hochziehen.»
Es gibt allerdings auch Anzeichen, dass die Genferinnen in Zukunft mehr auf Swissness setzen könnten. Auf Stufe U18 führt Servette aktuell die Tabelle an. Und mit Amina Muratovic hat für den kommenden Nati-Zusammenzug erstmals auch die 19-jährige Genferin den Sprung ins Kader geschafft.
Viele Abgänge in Bern
Hinter dem dominanten Leader ging es enger zu und her. YB, Basel und GC trennen nur gerade 3 Punkte. Moser zeigte sich vor allem vom amtierenden Meister YB überrascht: «Sie haben ihre zahlreichen Abgänge mit weniger namhaften Spielerinnen und eigenen Talenten kompensieren können.»
Neben den weggezogenen Spielerinnen – unter anderem Iman Beney oder Naomi Luyet – hatten die Bernerinnen auch den frühen Ausfall von Captain Stephanie Waeber (Kreuzbandriss) zu verkraften.
GC mit jungen Spielerinnen
Im Playoff-Final der letzten Saison hatte sich YB gegen GC durchgesetzt. Die Final-Verliererinnen schlossen die Regular Season nun auf dem 4. Rang ab. «GC hat viele junge Spielerinnen, die sich etabliert haben und eine wichtige Rolle übernehmen», sagte Moser.
Die Jugendlichkeit könnte allerdings auch noch zum Problem werden. «Sie haben zum Teil auch Partien verloren, in denen ich es nicht erwartet hätte», erklärte Moser. «Da fehlt es vielleicht noch an der Erfahrung.»