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Trotz anderer Angebote YB-Neuzugang Bachmann: «Am Ende war es ein einfacher Entscheid»

Die 35-Jährige kehrt nach fast 20 Jahren in die Schweiz zurück – und hat grosse Ambitionen.

Geht es um die grössten Schweizer Fussballerinnen, gehört ihr Name genannt: Ramona Bachmann. Die Luzernerin ist mit 153 Länderspielen und 60 Toren längst eine Ikone und Aushängeschild. Sie feierte im Ausland unter anderem bei Umea, Rosengard (jeweils SWE), Wolfsburg, Chelsea und Paris Erfolge, bevor sie bei Houston nicht ganz glücklich wurde. In der heimischen Liga kickte die heute 35-Jährige zuletzt vor fast 20 Jahren für Luzern.

Ein oder zwei Titel wären schon nicht so schlecht.
Autor: Ramona Bachmann

Dies wird sich bald ändern, denn Bachmann wurde in der ersten Januarwoche von den YB Frauen verpflichtet – ein veritabler Transfer-Coup, wenngleich die Offensivspielerin seit letztem Sommer an einem Kreuzbandriss laboriert und ihr Comeback noch auf sich warten lassen wird. 3 Wochen, bevor der Spielbetrieb in der Women's Super League wieder aufgenommen wird, wurde Bachmann bei YB am Mittwoch offiziell präsentiert.

Sie sprach dabei über ...

  • ... die Gründe für den Wechsel zu «Gelb-Schwarz»: «YB hat sich relativ früh bei mir gemeldet, erste Gespräche fanden schon im Sommer statt. Die Verantwortlichen haben mir ein gutes Gefühl gegeben und auch einen langfristigen Vertrag, mit dem Ziel, mich später im Verein einzubinden. YB investiert in der Schweiz momentan am meisten und nachhaltig in den Frauenfussball. Ich freue mich, dass ich diese Entwicklungen mit meiner Erfahrung weiter fördern kann. Es gab zwar auch andere Angebote aus dem In- und Ausland, aber am Ende war es ein relativ einfacher Entscheid.»
  • ... die Erwartungen: «Meine beste Leistung kann ich dann bringen, wenn ich mit Freude auf dem Platz stehe. Ich werde sehr viel Verantwortung übernehmen, was ich sehr gerne mache. Zudem werde ich versuchen, meinen Kolleginnen mit meiner Erfahrung zu helfen und offen für Gespräche zu sein – egal ob es um Fussball geht oder nicht. Sportlich wären ein oder zwei Titel schon nicht so schlecht.»
  • ... ihre Rehabilitation: «Ich bin noch immer verletzt, deshalb möchte ich mich zunächst auf meine Gesundheit konzentrieren, das ist das Wichtigste. Jetzt sind es 7 Monate nach der OP, der Verlauf ist bis jetzt sehr positiv. Ich setze mich aber nicht unter Druck – und YB lässt mir die Zeit. Man möchte, dass ich gesund zurückkomme. Hoffentlich kann ich das Team von aussen unterstützen. Mein voller Fokus liegt auf der nächsten Saison. Alles, was diese Saison noch kommt, ist ein Bonus.»
  • ... die Zeit nach der Karriere: «In Bern schätzt man meine Erfahrung und Leaderqualitäten, das kann für den Klub sehr wertvoll sein. Wir wollen gemeinsam herausfinden, wie es nach meiner Karriere weitergeht. Momentan liegt mein Fokus aber noch auf meiner aktiven Karriere.»

Radio SRF 1, 07.01.2026, Bulletin von 18:45 Uhr ; 

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