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Leichtathletik-WM Bolt: «Ich kam hierher, um dreimal Gold zu gewinnen»

Usain Bolt hat trotz verhaltener Saison eine klare Ansage für die WM in Peking gemacht. Mit 3-mal Gold hat der Sprintstar sein Versprechen mehr als gehalten und sah hinterher keinen Grund, um auf Understatement zu machen.

Legende: Video Bolt: «Ich bin doch schon eine Legende» abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 29.08.2015.

Eine Journalistin wollte von Usain Bolt nach seinem 3. Gold-Coup mit der Staffel im Pekinger Vogelnest wissen: «War das ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Legende?»

Der 29-Jährige hakte kurz nach und antwortete dann gleichermassen süffisant wie lakonisch: «Ich bin doch schon eine Legende.» Der mittlerweile 11-fache Weltmeister, der seit den Titelkämpfen 2009 nur zwei Jahre später in Daegu wegen einer Disqualifikation infolge Fehlstarts das Triple 100 m/200 m/100-m-Staffel nicht geschafft hatte, hat gesprochen.

US-Team zerbrach am Druck

Bolt betonte auch nochmals: «Ich habe immer schon gesagt, dass ich hierher komme, um 3-mal Gold zu gewinnen. Das habe ich geschafft.»

Wir gehen es gelassen an, bis die grosse Show beginnt. Dann machen wir richtig ernst.
Autor: Usain BoltÜber die Staffel

Zu viel Druck hat er sich mit dieser Ansage nicht auferlegt, wie folgende Aussage suggerieren lässt. Denn das Scheitern der Amerikaner in der Staffel begründet Bolt so: «Ich würde das Druck nennen. Und jetzt haben wir gesehen, was dann passieren kann.»

Stattdessen verriet er noch das Erfolgsrezept seines Teams: «Wir sind einfach ein gutes Team. Wir gehen es gelassen an, bis die grosse Show beginnt. Und dann machen wir richtig ernst.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.08.15 13:10 Uhr

Legende: Video Jamaika siegt, USA disqualifiziert abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus sportlive vom 29.08.2015.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Der Hauptgrund dafür, warum Usain Bolt so hochgejubelt wird, während der Zehnkampf-Weltmeister und Weltrekordhalter von den Medien fast nicht erwähnt wird, liegt in der Vermarktung. Auch die Leichtathletik braucht wie der Fussball oder das Tennis weltweite PR-Zugnummern, nach den vielen Dopingfällen erst recht. Das hatten wir 1988 schon einmal, als Ben Johnson erwischt wurde, aber ein Carl Lewis, der Jahre später zugab, dass er ebenfalls geschluckt hatte, straffrei davonkam.
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  • Kommentar von Jesse Kally-Williams, Muttenz
    Der Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Werke, Oscar J. Schwenk, sagte neulich in einem Interview: „ ... Und es herrscht eine extreme Neidkultur. Wenn es jemandem gut geht, heisst es sofort, der entspreche nicht dem schweizerischen Durchschnitt. Wenn wir aber nicht mehr über unsere Errungenschaften sprechen dürfen, erreichen wir irgendwann gar nichts mehr.“ Zum Glück findet die Mehrheit Usain Bolt sehr sympathisch. 200 M in 19,19 Sek, 100 m 9.58 Sek; also das ist kein Spaziergang. Phänomenal!!!
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  • Kommentar von Mark Weber, Bern
    Arroganz in Perfektion
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