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Bandi: «Das ist eine kleine Sensation»
Aus Sport-Clip vom 06.10.2019.
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Hervorragende Schweizer Bilanz Eine WM, die (sportlich) Lust auf mehr macht

7 Top-16-Platzierungen, drei davon unter den Top 8 – so hatte die Zielvorgabe von Swiss Athletics im Vorfeld der WM gelautet. Es wurde eine Punktlandung.

«Wir ziehen eine sehr positive Bilanz», sagt Delegationsleiter Philipp Bandi. «Wenn jemand vor der WM gesagt hätte, dass wir mit einer Medaille und zwei vierten Plätzen nach Hause reisen werden, hätten wir das so unterschrieben», so der Chef Leistungssport.

Kambundji überstrahlt alle

Überstrahlt wird die Schweizer Bilanz von Mujinga Kambundjis Bronzemedaille über 200 Meter. «Das ist ein riesiger Erfolg, ja eine kleine Sensation», so Bandi. Nach 5 medaillenlosen Weltmeisterschaften in Folge durfte sich Swiss Athletics wieder einmal über Edelmetall freuen.

Viele Athleten haben in Doha eine Saisonbestleistung aufgestellt. Das beweist, dass sie in den entscheidenden Momenten ihre beste Leistung abrufen können.
Autor: Philipp Bandi

Die Leistungen Kambundjis hätten eine Signalwirkung für den Rest des Schweizer Teams gehabt. «Die anderen haben gesehen, dass auf der Weltbühne etwas möglich ist. Das hat allen nochmals einen Schub verliehen», erklärt Bandi.

Auch sonst hat der 42-Jährige viel Positives gesehen:

  • Die U23-Europameister: «Jason Joseph, Géraldine Ruckstuhl und Angelica Moser haben ihre Sache sehr gut gemacht.»
  • Stark, wenn es darauf ankommt: «Viele Athleten haben in Doha eine Saisonbestleistung aufgestellt. Das beweist, dass sie in den entscheidenden Momenten ihre beste Leistung abrufen können.»

Auch wenn das Gesamtbild durchwegs positiv ist, musste Swiss Athletics einige Rückschläge einstecken. So beispielsweise der aus Schweizer Sicht enttäuschende erste Wettkampf-Tag sowie das Ausscheiden von Alex Wilson und Julien Wanders.

Im Gegensatz zu Doha wird es in Tokio kein klimatisiertes Stadion geben.
Autor: Philipp Bandi

Die WM in Doha galt auch als Standortbestimmung im Hinblick auf Olympia 2020. Sportlich gesehen sei man auf dem richtigen Weg, befindet Bandi. Die klimatischen Bedingungen bereiten ihm aber Bauchschmerzen.

«Wir haben hier einen Vorgeschmack erhalten, wie es sein wird. Doch im Gegensatz zu Doha wird es in Tokio kein klimatisiertes Stadion geben.» Man habe bereits erste Massnahmen ergriffen, um die Athleten so perfekt wie möglich darauf vorzubereiten.

Sportlich ein Top-Event

Und wie hat Doha als WM-Gastgeber abgeschnitten? Bandi hat gemischte Gefühle. «Sportlich gesehen waren die Bedingungen optimal, die Wettkämpfe waren auf allerhöchstem Niveau. Organisatorisch war es so, wie wir es im Vorfeld erwartet hatten: Zu Beginn hat noch nicht alles geklappt, es wurde aber immer besser.»

(Hinweis: Das Interview mit Philipp Bandi wurde vor dem Einsatz von Julien Wanders über 10'000 Meter aufgezeichnet)

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In vielerlei Hinsicht eine WM der Extreme
Aus Sport-Clip vom 07.10.2019.
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Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 6.10.19, 18 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Die gesamte Schweizer Sport Szene erbringt immer wieder herausragende Leistungen was für unser "kleines Land" für sich selbst spricht!
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  • Kommentar von Suat Ulusoy  (SuatU)
    Bin etwas anderer Meinung: Die Leistung von Lea Sprunger ist gar noch etwas höher einzustufen als diejenige von Mujinga Kambundji. PB und endlich den Uralt-Rekord von Anita Protti geknackt. Das Maximum herausgeholt! So toll und erfreulich Bronze für Kambundji ist, eine Sensation war es nach diversen Absagen und Ausfällen nicht mehr. Sie hat die Chance gepackt, welche sich unerwartet plötzlich ergab. Ein "No-Go" dagegen der Interview-Auftritt von Alex Wilson nach schwacher Leistung.
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    1. Antwort von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
      Kann man so sehen, dass der 4. Platz von Frau Springer mehr Wert sein könnte als der 3. von Frau Kambundij. Für mich sind beide herausragend. Auch wenn einige der top Personen nicht mitgelaufen sind - man muss die Strecke laufen. Vom "herjesses" ich bin vorne und dann verkrampfen weil viel möglich wäre bis zu weiss ich nicht was - jeder Athlet und jede Athletin muss die Strecke erst laufen. Herr Wilson wird seine Verletzung am kommenden Grossanlsss erst richtig spüren-er muss sie überwinden.
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    2. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Ich seh das ganz anderst, die herausragenden Leistungen von Mujinga, Lea und auch der Frauen 4x100m Staffel mussten gelaufen werden und wer da im Teilnehmerfeld gefehlt hat ist völlig zweitrangig!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Nicht nur im SLV wir toll gearbeitet, auch im Rudern, Schwimmen, Turnen, Radsport und und und, wird super Arbeit geleistet. Verzeihung wenn ich nicht alle Verbände aufzähle. Gerade den Übergang von Amateur Strukturen zu Professionellen hat die Schweiz geschafft. Das ist ein Erfolgen. Und wenn es mal Kritik hagelt, auch das Publikum hat Emotionen, schießt mal übers Ziel hinaus, ohne geht auch nicht. Daher wollen wir im gegenseitigen Respekt weiter da sein für einen Positiven Schweizer Sport!
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