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Die Schweizer Leistungen am 2. Tag der Hallen-WM
Aus Sport-Clip vom 19.03.2022.
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Tag 2 der LA-Hallen-WM Kambundji stürzt im Final – Moser verpasst Medaille knapp

  • Bitter: Ditaji Kambundji strauchelt in Belgrad über 60 m Hürden im Final nach starkem Start über eine Hürde und wird 8.
  • Angelica Moser schrammt als 4. im Stabhochsprung an einer Medaille vorbei.
  • Simon Ehammer sorgt derweil im Siebenkampf für die zweite Schweizer Medaille an den Hallen-Weltmeisterschaften.

Es hat dann doch nicht sollen sein. Die Medaillenträume von Ditaji Kambundji hatten sich an den Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschafen im Final über 60 m Hürden urplötzlich in Luft aufgelöst. Die erst 19-Jährige blieb nach der Hälfte der Strecke an einer Hürde hängen und stürzte. Eine Medaille blieb der Schwester von Weltmeisterin Mujinga Kambundji damit verwehrt. Dabei hatte es kurz zuvor noch so gut ausgesehen.

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Der 60-m-Final der Frauen an der Hallen-WM
Aus Sport-Clip vom 19.03.2022.
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Beste Reaktionszeit – dann der Sturz

Konkret heisst das: Die Bernerin hatte bereits im Halbfinal mit klarem neuen Schweizer Rekord aufgetrumpft. Sie hatte ihre eigene Bestleistung vom Dezember (7,94 Sekunden) gleich um 5 Hundertstelsekunden auf 7,89 Sekunden gesenkt. Auch im Final sah es nach einer Glanzleistung aus – die beste Reaktionszeit zu Beginn, und Kambundji mischte vorne mit. Bis der Sturz den Medaillentraum zerstörte. Trotzdem darf sie mit dem Finaleinzug bereits mehr als zufrieden sein.

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Ditaji Kambundji unterbietet Schweizer Rekord im Halbfinal klar
Aus Sport-Clip vom 19.03.2022.
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Gold holte sich völlig überraschend Cyrena Samba-Mayela mit französischem Rekord. Devynne Charlton (BHS) und Gabriele Cunningham (USA) gewannen Silber und Bronze.

Für Noemi Zbären endete das Hallen-WM-Abenteuer derweil nach einer denkbar knappen Entscheidung. Die Emmentalerin zeigte nach ihrer Bestleistung im Vorlauf auch im Halbfinal ein schnelles Rennen und wurde in 8,01 Sekunden Dritte. Sie verpasste den Finaleinzug um lediglich eine mickrige Hundertstelsekunde.

Sieg nach Flucht im Auto

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Die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich hat den deprimierenden und widrigen Umständen getrotzt und im Hochsprung gewonnen. Die 20-Jährige verbrachte nach der russischen Invasion in der Ukraine mehrere Tage in einem Keller, ehe sie aus ihrer Heimatstadt Dnipro flüchten konnte. Drei Tage reiste Mahutschich mit dem Auto nach Belgrad, wo sie am Samstag 2,02 Meter überquerte und gewann.

Moser verpasst die Medaille knapp

Angelica Moser hat es derweil knapp verpasst, sich nach dem EM-Titel erneut eine Medaille umhängen zu lassen. Die Zürcherin startete zwar stark in den Wettkampf, übersprang 4,60 m im ersten Versuch und lag lange auf den Medaillenrängen. Als sie dann aber dreimal an der Höhe von 4,70 m scheiterte, zerplatzten die Medaillenträume.

Trotzdem darf Moser mit Rang 4 mehr als zufrieden sein. Vor einem Jahr hatte Moser bei ihrem EM-Titel im polnischen Torun noch 4,75 m übersprungen und damit ihre Bestleistung realisiert. WM-Gold holte sich die Amerikanerin Sandi Morris.

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Moser: «Ich bin doch etwas enttäuscht»
Aus Sport-Clip vom 19.03.2022.
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Sprint-Olympiasieger nun auch Hallen-Weltmeister

Dem Überraschungs-Olympiasieger über 100 m, dem Italiener Lamont Jacobs, gelang die Bestätigung seines Coups in Tokio im vergangenen Juli. Er setzte sich im Final über 60 m um drei Tausendstelsekunden vor Cristian Coleman aus den USA durch. Die Siegerzeit betrug 6,41 Sekunden.

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Olympiasieger Jacobs krönt sich zum Sprint-Weltmeister in der Halle
Aus Sport-Clip vom 19.03.2022.
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SRF zwei, sportlive, 19.02.2022, 17:50 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Varrin  (Peter V.)
    Ditaji Kambundji lief erneut nationalen Rekord. Jetzt muss sie nur noch lernen ihren unbändigen Siegeswillen zu kanalisieren - sprich ruhiger zu werden.
    Sie wird schon noch erfolgreicher sein.
    Gratulation dem gesamten Schweizer Team zu diesen Leistungen!
    Munjinga erneut die Beste - was für ein historisches Ereignis!
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Es ist eine interessante WM bisher. Aber als Veranstalter würde ich vom Zeitmesser Seiko das Geld zurückverlangen. Ich weiss nicht, was die genau messen ... aber die Zeit ist es nicht. Praktisch bei jedem Zieleinlauf sieht man von blossem Auge, dass das angezeigte Resultat nicht stimmen kann (was dann auch immer korrigiert wird). Wenigstens scheinen die Zielfotos zu stimmen.
    1. Antwort von Ulf Schiller  (USchiller)
      Sie haben einen Chip hinter der Startnummer. Wenn sich die Athletinnen und Athleten dann im Ziel nach vorn beugen, ist die Schulterlinie vor dem Chip.

      Zudem ist ärgerlich, dass die Fernsehkamera vor dem Zielstrich steht. Aber egal, nun ist es ja vorbei.
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Die Schweizer Leistungen an dieser WM sind grossartig. Was Ditaji Kambundji heute gezeigt hat, war Weltklasse - und trotz Sturz sollte sie sich nicht beirren lassen. Wille, Einstellung, Risikobereitschaft, Dynamik sind top und der grosse Wurf wird kommen. Besonders freut mich auch, dass Noemi Zbären wieder so stark ist! Schade, dass es knapp nicht fürs Finale gereicht hat. Das wird eine tolle Saison!